Mach’s gut Sabine

Am Montag starb Sabine Dinkel.

Ich habe einige Tage gebraucht, um das zu verstehen, zu verdauen und auch um zu Trauern.

Sabine war meine Begleiterin durch meine Therapie mit ihren Büchern.
Vor allem „Krebs ist, wenn man trotzdem lacht“ hat mir viel geholfen und ist zu meinem Lebensmotto geworden.
Ich empfehle es immer wieder weiter.

Sabine hat mich mitgenommen auf den Planet Schnieptröte.
Ihr ist es zu verdanken, das sich viele medizinische Ausdrücke bei mir nicht negativ besetzt haben, weil wir Ihnen einfach andere weniger hässliche Namen gegeben haben.
So wurde aus der EC Chemo eben der Aperol Spritz, als ich euch auf dem laufenden gehalten habe wegen der Pleuraergüsse ging’s eben um die Wasserstandsmeldung und mein Lymphoedem hört auf den schönen Namen Gisela.

Auch die Idee mit den Postkarten stammt von ihr.
Ich hätte mich doch nie im Leben getraut öffentlich um Postkarten zu bitten, aber Sabine machte daraus einen Postkartenflashmob und schon ging’s.

Sabine hat unwissentlich diesen Blog geprägt und meine Schreibweise verändert, vom Krebstagebuch zum Mutmacher.

Ja und das war und ist sie noch immer – ein Mutmacher, eine kluge wortgewandte Frau.
Sie hat uns ihr Leben mit dem Krebs und auch ihr Sterben gezeigt, und mitgenommen, uns Angst genommen und ermutigt bis zum Schluss das Leben zu lieben und zu feiern und eigene Wege zu gehen.

Ich bin dankbar Sabine kennengelernt zu haben, wenn wir es auch leider nicht mehr zum gemeinsamen Kaffee geschafft haben.

Ich glaube ganz fest daran, das sie dort wo sie jetzt ist jede Menge Glückspeng erlebt und verbreitet, viele 🍒 erntet und aus ihren Erlebnissen neue Comics zeichnet, die wir uns beim Wiedersehen auf der anderen Seite zusammen anschauen werden.

Mach’s gut Sabine.

 

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