Die Fastenzeit beginnt – und jedes Jahr stellt sich dieselbe Frage:
Warum fasten wir?
Aus religiösen Gründen?
Weil wir uns beweisen wollen, dass es auch ohne geht?
Weil wir uns etwas Gutes tun möchten?
Oder einfach, weil es gerade „in“ ist?
Die Gründe sind so unterschiedlich wie wir Menschen selbst.
Ich für meinen Teil faste ab heute Alkohol.
Nicht, weil ich mir etwas verbieten möchte, sondern weil es für mich mehrere gute Effekte hat:
Meine Leber freut sich.
Vielleicht purzelt ein kleines bisschen Gewicht.
Und Alkohol wird wieder zu etwas Besonderem – nicht zu einem täglichen Begleiter.
Als Weinliebhaberin und Kräuterfreundin gehört ein gutes Glas eigentlich zu meinem Genuss dazu.
Und in den Wochen, in denen die Anforderungen mit meinen Eltern extrem waren, war dieses Glas Wein am Abend mein verdienter Feierabend-Lohn.
Ein Moment von Entspannung.
Ein kurzes Vergessen.
Doch als ehemalige Krebspatientin weiß ich auch:
Förderlich ist das nicht.
Ganz abgesehen von den Kalorien, die Alkohol so still und heimlich mitbringt.
Also: Ab jetzt ohne.
Nicht aus Strenge, sondern aus Fürsorge.
Ich glaube, es wird mir nicht schwerfallen.
Ich weiß, dass es mir guttut.
Und vielleicht normalisiert sich sogar der ein oder andere Laborwert.
Andere verzichten in dieser Zeit auf Social Media, aufs Handy, auf Fleisch – oder sie fasten gar nicht.
Alles ist richtig, solange du dich damit wohlfühlst.
Fasten ist keine Pflicht, kein Wettbewerb, kein moralischer Maßstab.
Es ist eine Einladung, bewusster zu leben.
Nicht mehr und nicht weniger.
Und jetzt bin ich neugierig:
Fastest du?
Und wenn ja – worauf verzichtest du in dieser Zeit?