Beginn der Fastenzeit – Warum fasten wir eigentlich?

Die Fastenzeit beginnt – und jedes Jahr stellt sich dieselbe Frage:
Warum fasten wir?

Aus religiösen Gründen?
Weil wir uns beweisen wollen, dass es auch ohne geht?
Weil wir uns etwas Gutes tun möchten?
Oder einfach, weil es gerade „in“ ist?

Die Gründe sind so unterschiedlich wie wir Menschen selbst.

Ich für meinen Teil faste ab heute Alkohol.
Nicht, weil ich mir etwas verbieten möchte, sondern weil es für mich mehrere gute Effekte hat:
Meine Leber freut sich.
Vielleicht purzelt ein kleines bisschen Gewicht.
Und Alkohol wird wieder zu etwas Besonderem – nicht zu einem täglichen Begleiter.


Als Weinliebhaberin und Kräuterfreundin gehört ein gutes Glas eigentlich zu meinem Genuss dazu.
Und in den Wochen, in denen die Anforderungen mit meinen Eltern extrem waren, war dieses Glas Wein am Abend mein verdienter Feierabend-Lohn.
Ein Moment von Entspannung.
Ein kurzes Vergessen.

Doch als ehemalige Krebspatientin weiß ich auch:
Förderlich ist das nicht.
Ganz abgesehen von den Kalorien, die Alkohol so still und heimlich mitbringt.

Also: Ab jetzt ohne.
Nicht aus Strenge, sondern aus Fürsorge.
Ich glaube, es wird mir nicht schwerfallen.
Ich weiß, dass es mir guttut.
Und vielleicht normalisiert sich sogar der ein oder andere Laborwert.

Andere verzichten in dieser Zeit auf Social Media, aufs Handy, auf Fleisch – oder sie fasten gar nicht.
Alles ist richtig, solange du dich damit wohlfühlst.
Fasten ist keine Pflicht, kein Wettbewerb, kein moralischer Maßstab.
Es ist eine Einladung, bewusster zu leben.
Nicht mehr und nicht weniger.

Und jetzt bin ich neugierig:
Fastest du?
Und wenn ja – worauf verzichtest du in dieser Zeit?

Zu Hause – wo es am schönsten ist

Mutti ist wieder zu Hause.
Endlich!

Zehn Wochen Krankenhaus und Kurzzeitpflege liegen hinter uns.
Zehn Wochen, in denen es tageweise auf Messers Schneide stand.
Zehn Wochen voller Sorgen, Hoffen, Bangen.
Und gleichzeitig zehn Wochen, in denen wir eine ganz besondere Mutter-Tochter-Zeit erlebt haben — intensiv, nah, kostbar.

Jetzt ist sie wieder da, in ihren eigenen vier Wänden.

Mit ihrem vertrauten Kühlschrank, der immer ein bisschen zu gut gefüllt ist.

Mit ihrem Zuhause-Geruch, den kein Krankenhaus der Welt ersetzen kann.

Mit ihrem Mann, mit uns und mit dem Nachbarskater – einfach mit uns.

Mit ihrem Bett — na ja, fast. Denn nun steht dort ein Pflegebett, das uns daran erinnert, dass sich etwas verändert hat.

Denn „zu Hause“ ist jetzt anders.
Es ist ein Zuhause mit Hilfsmitteln, mit neuen Abläufen, mit Routinen, die wir erst finden müssen.
Ein Zuhause, das uns herausfordert und gleichzeitig trägt.

Für meinen Papa bedeutet es, gemeinsam einen neuen Rhythmus zu entwickeln. Den Alltag neu zu sortieren.
Manches anzupassen, anderes loszulassen.
Und trotzdem immer wieder zu spüren: Wir schaffen das. Zusammen als Familie!

Trotz aller Veränderungen bleibt eines unverrückbar:
Zu Hause ist zu Hause.

Und genau darüber sind wir gerade unendlich glücklich und dankbar.

Und jährlich grüßt das Murmeltier

Kontrolluntersuchung – Nachsorge

Einmal im Jahr ist es wieder soweit: Ultraschallkontrolle Brust und Brustkorb!

Für die Ärztinnen und Ärzte reine Routine.
Für mich Ausnahmezustand!

Selbe Abteilung.
Selbe Stühle.
Dasselbe Untersuchungszimmer.
Und immer wieder derselbe Satz: „Da wird alles okay sein.“

Im Juni 2018 war es das nicht.
Mein Bauchgefühl wusste es.
Meine eigenen Hände wussten es.
Nur mein Kopf wollte es nicht wahrhaben.

Seitdem sitze ich jedes Jahr wieder hier.
Für viele ist es eine einfache Kontrolle.
Für uns Krebspatienten ist es ein Flashback – ein Strudel aus Angst, Hoffnung, guten Wünschen und der Möglichkeit, erneut auf hart dem Boden der Realität zu landen.

Alles ist vertraut und trotzdem voller Unbehagen.
Ich bin froh, wenn ich endlich dran bin.
Froh, wenn ich mit einem stabilen, tumorfreien Befund nach Hause gehen darf.

Und doch bleibt da dieses Wissen:
Er könnte jederzeit zurückkommen, der olle Horst mit seinem Gefolge.

Kopfkino at its best.

Auch dieses Jahr wieder Glück gehabt.
Alles unverändert – und das im 7. Jahr.


Ich bin einfach nur unendlich dankbar.

Die Geschwindigkeit des Waldes aufnehmen

Es gibt Momente, in denen ich spüre, dass mein Kopf zu voll ist, mein Alltag zu laut, meine Schritte zu schnell. Dann zieht es mich in den Wald. Dieser Weg hinaus in die Natur ist mein ganz persönlicher Waldbaden‑Termin — ein Rendezvous mit mir selbst und der Stille.

Mein Handy steckt zwar in der Tasche, aber nur für den Notfall oder für ein paar Fotos, die mich später an die Schönheit dieses Augenblicks erinnern. Eigentlich möchte ich nur eines: mit mir und dem Wald allein sein.

Zu Beginn gehe ich noch schnellen Schrittes. Mein Körper trägt die Geschwindigkeit des Alltags in sich, den Rhythmus der Aufgaben, Termine und Gedanken. Doch je tiefer ich in den Wald eintauche, desto mehr verändert sich etwas in mir.

Langsam überträgt sich die Ruhe des Waldes auf mich.
Die Schritte werden weicher.
Der Blick wird aufmerksamer.
Der Atem wird ruhiger und tiefer.

Ich komme an — nicht nur im Wald, sondern auch bei mir selbst.
Ich genieße den Moment, lasse mich sinken in dieses Gefühl von „runterfahren“, von innerem Loslassen.

Immer wieder bleibe ich stehen. Ich schaue mich um, betrachte die kleinen Details, die ich im Alltag oft übersehe: das Lichtspiel zwischen den Ästen, das Rascheln im Unterholz, die feinen Muster auf der Rinde. Ich lausche den Stimmen des Waldes und seinen Bewohnern. Und ich lasse die „Chemie“ des Waldes wirken — dieses stille Zusammenspiel aus Duft, Klang und Atmosphäre, das so tief in uns hineinsinkt.

Hier geht es nicht darum, viele Kilometer zu sammeln.
Hier geht es darum, mit allen Sinnen zu genießen.
Sich Zeit zu nehmen.
Sich selbst wiederzufinden in der Langsamkeit des Waldes.

Waldbaden bedeutet für mich, die Geschwindigkeit des Waldes aufzunehmen — und damit ein Stück Frieden mit nach Hause zu tragen.

Abenteuer Pflege zu Hause – Jetzt wird’s lustig. Also… irgendwie.


Stell dir vor, du hast einen 90‑jährigen Papa, der leicht dement ist und jeden Tag aufs Neue überrascht.
Und eine Mutter, die gerade so eine schwere Darmerkrankung überstanden hat, dass selbst der Darm dachte: „Okay, das war knapp. Und wer hat hier eigentlich ein Loch in die Wand gemacht?“

HEUTE kommt sie aus der Kurzzeitpflege nach Hause.

Willkommen in meinem Alltag – Eintritt frei, Nervenstärke bitte selbst mitbringen.

Es ist ja nicht einfach nur so, dass wir Mutti wieder nach Hause holen.
Nein, nein. Das wäre ja zu einfach.
Es ist vielmehr ein logistisches Großprojekt, das locker mit der Planung einer Mondlandung mithalten könnte (also naja fast):

  • Hilfsmittel beantragen
  • Pflegedienst koordinieren,
  • Termine jonglieren,
  • Formulare ausfüllen,
  • Genehmigungen einholen
  • Arzttermine organisieren

Währenddessen wiehert der Amtsschimmel so laut, dass selbst Papa fragt, ob wir neuerdings einen Bauernhof haben.

Und als Bonuslevel darf ich auch noch Widerspruch gegen die Einstufung des Pflegegrades einlegen.
Pflegegrad 2?
Bei meiner Mutter?
Da hat wohl jemand gewürfelt.

Zum Glück kann ich auf 23 Jahre als Arzthelferin zurückgreifen.
Alte Kontakte, medizinisches Vorwissen und ein organisatorisches Talent, das inzwischen olympische Disziplin sein könnte, retten mich täglich vor dem Nervenzusammenbruch.

Denn krank zu sein ist schon schlimm genug. Aber die Bürokratie dahinter?

Manchmal fühle ich mich wie Asterix und Obelix im „Haus, das Verrückt macht“.
Nur dass mein Passierschein A38 anders heißt:
„Bitte reichen Sie das Formular in dreifacher Ausfertigung ein, unterschrieben, gestempelt, kopiert, eingescannt und am besten noch telepathisch übermittelt.“

Und dann gibt es da noch die Menschen, die dieses Chaos erträglich machen.

♥️♥️♥️

Freunde, die da sind, unterstützen, zuhören, mich bremsen – oder mir einfach Dackelsocken schenken.
Weil manchmal genau das die Art von Liebe ist, die man an einem völlig überdrehten Tag braucht.

Aber hey:
Es ist meine Familie.
Es ist unser Chaos.
Und irgendwie schaffen wir’s jeden Tag wieder – mit Humor, Liebe und der Fähigkeit, über Dinge zu lachen oder ironisch zu schreiben, die eigentlich gar nicht lustig sind.

Und ja, ein bisschen Humor und Ironie rettet mir oft den Tag.


zwischen Perfektionismus und Realität

Perfektionismus hat mich lange begleitet – im Beruf, im Alltag, in meiner Fürsorge für andere.

Doch seit mein Körper durch das Fatigue-Syndrom seine eigenen Grenzen setzt und ich gleichzeitig so viel Verantwortung für meine Eltern trage, fühlt sich dieser alte Anspruch oft wie ein zu enger Mantel an.

Achtsamkeit hilft mir, ihn Stück für Stück abzulegen.

🌱 Wenn Perfektionismus eng macht

Perfektionismus sagt mir manchmal:

  • „Ich muss alles schaffen.“
  • „Ich darf nicht schwach sein.“
  • „Ich muss funktionieren – für meine Eltern, für meinen Alltag.“

Doch mein Körper spricht eine andere Sprache.

Fatigue ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal, dass ich täglich über deine Kräfte hinausgehe obwohldiese begrenzt sind – emotional, körperlich, organisatorisch.

Perfektionismus versucht, mir Halt zu geben, aber er übersieht, wie viel ich ohnehin leiste.

🌤️Achtsamkeit lädt auch dich ein, die Realität nicht zu bekämpfen, sondern anzuerkennen:

  • Ein Tag mit Energie ist ein Geschenk.
  • Ein Tag, an dem du kaum Kraft hast, ist kein persönliches Versagen.
  • Gefühle wie Überforderung, Traurigkeit oder Erschöpfung dürfen da sein.
  • Kleine Schritte sind genug – besonders in deinem Alltag zwischen Pflege, Verantwortung und Selbstfürsorge.

Meine Realität ist nicht unperfekt. Sie ist mutig, menschlich und getragen von Liebe.

🌸Achtsamkeit bedeutet für mich:

  • „Ich darf Pausen machen, ohne mich zu rechtfertigen.“
  • „Ich darf Hilfe annehmen – auch wenn ich es gewohnt bin, stark zu sein.“
  • „Ich darf fühlen, was ich fühle, ohne es zu bewerten.“
  • „Ich darf unvollkommen sein, gerade weil ich so viel trage.“

Sie schenkt mir einen inneren Raum, in dem ich nicht funktionieren musst. Einen Raum, in dem ich einfach Anett sein darfst – mit all meiner Wärme, meiner Verantwortung und meiner Erschöpfung.

Ein kleiner Impuls für dich da draußen

Lege eine Hand auf dein Herz.
Spüre die Müdigkeit – und die Kraft, die trotzdem da ist.
Atme einmal tief ein.
Erlaube dir, für diesen Moment nichts zu leisten.
Nur zu sein.

In diesem stillen Zwischenraum zwischen Anspruch und Wirklichkeit entsteht ein Frieden, der nicht aus Perfektion kommt, sondern aus Annahme und Selbstfreundlichkeit.

Leben mit Lymphödem – Alltag zwischen Therapie und Selbstbestimmung

Ein Lymphödem begleitet viele Betroffene ein Leben lang.

Es ist keine Erkrankung, die „vorübergeht“, sondern eine, die Aufmerksamkeit, Wissen und tägliche Selbstfürsorge braucht.

Doch genau darin liegt auch eine große Stärke:

Wer sein Lymphödem versteht, kann aktiv Einfluss auf das eigene Wohlbefinden nehmen.

💧 Alltag voller kleiner, aber wichtiger Routinen

Das Leben mit einem Lymphödem besteht aus vielen Bausteinen, die zusammen ein stabiles Fundament bilden:

  • Hautpflege, um die empfindliche Haut zu schützen
  • Kompressionsversorgung, die konsequent getragen werden muss
  • Entstauungsgymnastik, die den Lymphfluss unterstützt
  • Regelmäßige Lymphdrainage-Termine, die Entlastung bringen
  • Körperliche Bewegung, angepasst an die eigenen Möglichkeiten
  • Eine ausgewogene Ernährung, die den Körper zusätzlich stärkt

Diese Schritte sind nicht immer leicht in den Alltag zu integrieren – besonders, wenn man ohnehin viel Verantwortung trägt. Aber sie sind wertvolle Werkzeuge, die helfen, Beschwerden zu lindern und Lebensqualität zu erhalten.

💧Neue Broschüre des Bundesverbands Lymphselbsthilfe

Der Bundesverband Lymphselbsthilfe hat all diese Themen in einer neuen, umfassenden Broschüre zusammengetragen. Sie bietet Orientierung, praktische Tipps und verständliche Informationen – ein echter Begleiter für Betroffene und Angehörige.

Du kannst die Broschüre

  • kostenlos als PDF herunterladen oder
  • als gedruckte Version gegen Porto bestellen.

👉 Wenn du dich dafür interessierst, folge einfach dem Link

So findest du schnell und unkompliziert alle Informationen, die dir weiterhelfen können.

💧Verordnungshilfe Lymphdrainage

Unter https://www.lymphologic.de/2024/11/14/heilmittelrichtlinien-und-budgetneutrale-verordnungsmoeglichkeiten-ab-oktober-2024/ findest du die aktuelle Ausfüllhilfe für den langfristigen Heilmittelbedarf bei Lymphoedem.

Am besten gleich ausdrucken und mit zum Arzt nehmen.

Du bist nicht allein.

Wenn du Fragen hast, melde dich gern bei mir.

Aufgaben abgeben

🌿 Aufgaben abgeben im privaten Alltag – und akzeptieren, wie der andere es macht

Zu Hause Aufgaben abzugeben ist etwas anderes als im Beruf. Es ist persönlicher. Intimer. Oft hängt unser Herz an bestimmten Routinen: So mache ich das für meine Eltern, so fühlt es sich richtig an, so habe ich es immer gemacht.

Doch genau im privaten Raum, wo wir so viel tragen, braucht es manchmal die Entscheidung, etwas aus der Hand zu geben – und auszuhalten, dass es anders gemacht wird.

💧 Abgeben heißt Vertrauen schenken.

Vielleicht räumt jemand anders die Küche nicht so gründlich auf wie du.

Vielleicht faltet er die Wäsche anders.

Vielleicht dauert alles länger.

Und trotzdem entsteht Entlastung nur dann, wenn du zulässt, dass „anders“ nicht automatisch „schlechter“ bedeutet.

💧 Annehmen heißt loslassen.

Loslassen von Perfektion.

Von Gewohnheiten.

Von dem inneren Anspruch, alles selbst machen zu müssen, weil es sonst nicht „richtig“ ist.

💧 Privat heißt persönlich

– und gerade deshalb wichtig.
Wenn du im privaten Umfeld Aufgaben abgibst, gibst du nicht nur Arbeit ab.

Du gibst auch ein Stück Verantwortung ab, die du lange allein getragen hast.

Das braucht Mut. Und Selbstfürsorge.

💧 Gemeinsam heißt: Jeder bringt sich ein, wie er kann.

Vielleicht kocht jemand anders einfacher.

Vielleicht putzt jemand anders oberflächlicher.

Vielleicht organisiert jemand anders chaotischer.


Aber am Ende zählt, dass du nicht alles allein tragen musst.

Manchmal beginnt Entlastung nicht damit, dass jemand dir hilft, sondern damit, dass du zulässt, dass Hilfe anders aussieht, als du es gewohnt bist.

Schwer, ich weiß, aber machbar.

Deinen Träumen ein Zuhause geben

Im letzten Beitrag habe ich darüber gesprochen, den Januar bewusst langsam zu beginnen, gut für sich selbst zu sorgen und einmal tief nach Innen zu lauschen.

Dieser Monat lädt uns ein, innezuhalten und uns zu fragen:

Was wünsche ich mir eigentlich wirklich?

Mehr dazu liest du in meinem neuen Blogpost.

Im letzten Beitrag habe ich darüber gesprochen, den Januar bewusst langsam zu beginnen, gut für sich selbst zu sorgen und einmal tief nach Innen zu lauschen.

Dieser Monat lädt uns ein, innezuhalten und uns zu fragen:

Was wünsche ich mir eigentlich wirklich?

Der Januar ist ein wunderbarer Moment, um die eigenen Träume klarer zu sehen. Und dabei darfst du großzügig sein. Lass für einen Augenblick all die Bedingungen, Hindernisse und „Ja, aber…“ beiseite.

Erlaube dir, einfach zu träumen — frei, weit und ohne Grenzen.

Im nächsten Schritt kannst du deinen Träumen ein Gesicht geben. Suche dir Bilder, male, schreibe oder gestalte kleine Symbole, die deine Wünsche widerspiegeln. Hänge sie an deinen Kühlschrank, an deinen Schreibtisch oder dorthin, wo dein Blick oft landet. Ein Vision Board in Light — leicht, spielerisch, inspirierend.

Und wenn du das Gefühl hast, deine Wünsche seien zu groß, zu weit weg oder zu schwer zu erreichen, dann prüfe, ob es kleine Schritte gibt, die du schon jetzt gehen kannst. Oder ob es eine liebevolle Alternative gibt, die dir das Gefühl deines Traums schon heute näherbringt.

Ich selbst träume davon, eines Tages in Schweden zu leben. Im Moment ist das noch nicht möglich. Aber ich lerne Schwedisch, mein Gartenhäuschen bekommt einen Hauch Skandinavien, meine Einrichtung wird immer ein bisschen schwedischer und ich tauche in Traditionen, Rezepte und Rituale ein. So hole ich mir ein Stück Schweden nach Hause — und mein Traum fühlt sich nicht mehr fern an, sondern wie ein leiser Begleiter im Alltag.

Starte langsam in das neue Jahr

Das neue Jahr beginnt nicht mit einem Knall.
Es beginnt mit einem Atemzug.

Während um uns herum die Welt schon wieder Fahrt aufnimmt, dürfen wir uns erlauben, leise zu starten. Nicht mit Vorsätzen, die uns unter Druck setzen, sondern mit kleinen Gesten der Freundlichkeit uns selbst gegenüber.

Die Natur macht es uns vor.
Draußen liegt alles still, zurückgezogen.

Bäume sammeln Kraft, Samen ruhen unter der Erde, Tiere bewegen sich langsamer.

Nichts in der Natur eilt gerade.

Nichts zwingt sich zu einem schnellen Neubeginn.

Und genauso dürfen auch wir uns diese Ruhe gönnen — ohne schlechtes Gewissen, ohne Hast.

Vielleicht spürst du noch die Müdigkeit der vergangenen Monate. Vielleicht trägst du Wünsche in dir, die noch keinen Namen haben. Vielleicht brauchst du einfach ein paar Tage, um anzukommen.

All das ist richtig. All das ist genug.

Langsam zu starten bedeutet nicht, stehen zu bleiben.
Es bedeutet, bewusst zu wählen, wie du deinen ersten Schritt setzt.

🕯️ Vielleicht zündest du eine Kerze an, nur um einen Moment lang zuzusehen, wie das Licht den Raum füllt.


☕ Vielleicht trinkst du deinen Tee ein wenig langsamer, spürst die Wärme in deinen Händen.


🌬️ Vielleicht atmest du einmal tief ein, bevor du dich wieder dem Alltag zuwendest.

Das neue Jahr muss nicht perfekt beginnen.
Es darf weich sein, still.
Es darf sich entwickeln, nach und nach.

Gib dir die Erlaubnis, in deinem eigenen Tempo zu starten.
Nicht schneller, nicht lauter, nicht „produktiver“ als es sich gut anfühlt.

Denn manchmal ist der sanfteste Anfang der kraftvollste.