zwischen Perfektionismus und Realität

Perfektionismus hat mich lange begleitet – im Beruf, im Alltag, in meiner Fürsorge für andere.

Doch seit mein Körper durch das Fatigue-Syndrom seine eigenen Grenzen setzt und ich gleichzeitig so viel Verantwortung für meine Eltern trage, fühlt sich dieser alte Anspruch oft wie ein zu enger Mantel an.

Achtsamkeit hilft mir, ihn Stück für Stück abzulegen.

🌱 Wenn Perfektionismus eng macht

Perfektionismus sagt mir manchmal:

  • „Ich muss alles schaffen.“
  • „Ich darf nicht schwach sein.“
  • „Ich muss funktionieren – für meine Eltern, für meinen Alltag.“

Doch mein Körper spricht eine andere Sprache.

Fatigue ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal, dass ich täglich über deine Kräfte hinausgehe obwohldiese begrenzt sind – emotional, körperlich, organisatorisch.

Perfektionismus versucht, mir Halt zu geben, aber er übersieht, wie viel ich ohnehin leiste.

🌤️Achtsamkeit lädt auch dich ein, die Realität nicht zu bekämpfen, sondern anzuerkennen:

  • Ein Tag mit Energie ist ein Geschenk.
  • Ein Tag, an dem du kaum Kraft hast, ist kein persönliches Versagen.
  • Gefühle wie Überforderung, Traurigkeit oder Erschöpfung dürfen da sein.
  • Kleine Schritte sind genug – besonders in deinem Alltag zwischen Pflege, Verantwortung und Selbstfürsorge.

Meine Realität ist nicht unperfekt. Sie ist mutig, menschlich und getragen von Liebe.

🌸Achtsamkeit bedeutet für mich:

  • „Ich darf Pausen machen, ohne mich zu rechtfertigen.“
  • „Ich darf Hilfe annehmen – auch wenn ich es gewohnt bin, stark zu sein.“
  • „Ich darf fühlen, was ich fühle, ohne es zu bewerten.“
  • „Ich darf unvollkommen sein, gerade weil ich so viel trage.“

Sie schenkt mir einen inneren Raum, in dem ich nicht funktionieren musst. Einen Raum, in dem ich einfach Anett sein darfst – mit all meiner Wärme, meiner Verantwortung und meiner Erschöpfung.

Ein kleiner Impuls für dich da draußen

Lege eine Hand auf dein Herz.
Spüre die Müdigkeit – und die Kraft, die trotzdem da ist.
Atme einmal tief ein.
Erlaube dir, für diesen Moment nichts zu leisten.
Nur zu sein.

In diesem stillen Zwischenraum zwischen Anspruch und Wirklichkeit entsteht ein Frieden, der nicht aus Perfektion kommt, sondern aus Annahme und Selbstfreundlichkeit.

Leben mit Lymphödem – Alltag zwischen Therapie und Selbstbestimmung

Ein Lymphödem begleitet viele Betroffene ein Leben lang.

Es ist keine Erkrankung, die „vorübergeht“, sondern eine, die Aufmerksamkeit, Wissen und tägliche Selbstfürsorge braucht.

Doch genau darin liegt auch eine große Stärke:

Wer sein Lymphödem versteht, kann aktiv Einfluss auf das eigene Wohlbefinden nehmen.

💧 Alltag voller kleiner, aber wichtiger Routinen

Das Leben mit einem Lymphödem besteht aus vielen Bausteinen, die zusammen ein stabiles Fundament bilden:

  • Hautpflege, um die empfindliche Haut zu schützen
  • Kompressionsversorgung, die konsequent getragen werden muss
  • Entstauungsgymnastik, die den Lymphfluss unterstützt
  • Regelmäßige Lymphdrainage-Termine, die Entlastung bringen
  • Körperliche Bewegung, angepasst an die eigenen Möglichkeiten
  • Eine ausgewogene Ernährung, die den Körper zusätzlich stärkt

Diese Schritte sind nicht immer leicht in den Alltag zu integrieren – besonders, wenn man ohnehin viel Verantwortung trägt. Aber sie sind wertvolle Werkzeuge, die helfen, Beschwerden zu lindern und Lebensqualität zu erhalten.

💧Neue Broschüre des Bundesverbands Lymphselbsthilfe

Der Bundesverband Lymphselbsthilfe hat all diese Themen in einer neuen, umfassenden Broschüre zusammengetragen. Sie bietet Orientierung, praktische Tipps und verständliche Informationen – ein echter Begleiter für Betroffene und Angehörige.

Du kannst die Broschüre

  • kostenlos als PDF herunterladen oder
  • als gedruckte Version gegen Porto bestellen.

👉 Wenn du dich dafür interessierst, folge einfach dem Link

So findest du schnell und unkompliziert alle Informationen, die dir weiterhelfen können.

💧Verordnungshilfe Lymphdrainage

Unter https://www.lymphologic.de/2024/11/14/heilmittelrichtlinien-und-budgetneutrale-verordnungsmoeglichkeiten-ab-oktober-2024/ findest du die aktuelle Ausfüllhilfe für den langfristigen Heilmittelbedarf bei Lymphoedem.

Am besten gleich ausdrucken und mit zum Arzt nehmen.

Du bist nicht allein.

Wenn du Fragen hast, melde dich gern bei mir.

Aufgaben abgeben

🌿 Aufgaben abgeben im privaten Alltag – und akzeptieren, wie der andere es macht

Zu Hause Aufgaben abzugeben ist etwas anderes als im Beruf. Es ist persönlicher. Intimer. Oft hängt unser Herz an bestimmten Routinen: So mache ich das für meine Eltern, so fühlt es sich richtig an, so habe ich es immer gemacht.

Doch genau im privaten Raum, wo wir so viel tragen, braucht es manchmal die Entscheidung, etwas aus der Hand zu geben – und auszuhalten, dass es anders gemacht wird.

💧 Abgeben heißt Vertrauen schenken.

Vielleicht räumt jemand anders die Küche nicht so gründlich auf wie du.

Vielleicht faltet er die Wäsche anders.

Vielleicht dauert alles länger.

Und trotzdem entsteht Entlastung nur dann, wenn du zulässt, dass „anders“ nicht automatisch „schlechter“ bedeutet.

💧 Annehmen heißt loslassen.

Loslassen von Perfektion.

Von Gewohnheiten.

Von dem inneren Anspruch, alles selbst machen zu müssen, weil es sonst nicht „richtig“ ist.

💧 Privat heißt persönlich

– und gerade deshalb wichtig.
Wenn du im privaten Umfeld Aufgaben abgibst, gibst du nicht nur Arbeit ab.

Du gibst auch ein Stück Verantwortung ab, die du lange allein getragen hast.

Das braucht Mut. Und Selbstfürsorge.

💧 Gemeinsam heißt: Jeder bringt sich ein, wie er kann.

Vielleicht kocht jemand anders einfacher.

Vielleicht putzt jemand anders oberflächlicher.

Vielleicht organisiert jemand anders chaotischer.


Aber am Ende zählt, dass du nicht alles allein tragen musst.

Manchmal beginnt Entlastung nicht damit, dass jemand dir hilft, sondern damit, dass du zulässt, dass Hilfe anders aussieht, als du es gewohnt bist.

Schwer, ich weiß, aber machbar.

Deinen Träumen ein Zuhause geben

Im letzten Beitrag habe ich darüber gesprochen, den Januar bewusst langsam zu beginnen, gut für sich selbst zu sorgen und einmal tief nach Innen zu lauschen.

Dieser Monat lädt uns ein, innezuhalten und uns zu fragen:

Was wünsche ich mir eigentlich wirklich?

Mehr dazu liest du in meinem neuen Blogpost.

Im letzten Beitrag habe ich darüber gesprochen, den Januar bewusst langsam zu beginnen, gut für sich selbst zu sorgen und einmal tief nach Innen zu lauschen.

Dieser Monat lädt uns ein, innezuhalten und uns zu fragen:

Was wünsche ich mir eigentlich wirklich?

Der Januar ist ein wunderbarer Moment, um die eigenen Träume klarer zu sehen. Und dabei darfst du großzügig sein. Lass für einen Augenblick all die Bedingungen, Hindernisse und „Ja, aber…“ beiseite.

Erlaube dir, einfach zu träumen — frei, weit und ohne Grenzen.

Im nächsten Schritt kannst du deinen Träumen ein Gesicht geben. Suche dir Bilder, male, schreibe oder gestalte kleine Symbole, die deine Wünsche widerspiegeln. Hänge sie an deinen Kühlschrank, an deinen Schreibtisch oder dorthin, wo dein Blick oft landet. Ein Vision Board in Light — leicht, spielerisch, inspirierend.

Und wenn du das Gefühl hast, deine Wünsche seien zu groß, zu weit weg oder zu schwer zu erreichen, dann prüfe, ob es kleine Schritte gibt, die du schon jetzt gehen kannst. Oder ob es eine liebevolle Alternative gibt, die dir das Gefühl deines Traums schon heute näherbringt.

Ich selbst träume davon, eines Tages in Schweden zu leben. Im Moment ist das noch nicht möglich. Aber ich lerne Schwedisch, mein Gartenhäuschen bekommt einen Hauch Skandinavien, meine Einrichtung wird immer ein bisschen schwedischer und ich tauche in Traditionen, Rezepte und Rituale ein. So hole ich mir ein Stück Schweden nach Hause — und mein Traum fühlt sich nicht mehr fern an, sondern wie ein leiser Begleiter im Alltag.

Starte langsam in das neue Jahr

Das neue Jahr beginnt nicht mit einem Knall.
Es beginnt mit einem Atemzug.

Während um uns herum die Welt schon wieder Fahrt aufnimmt, dürfen wir uns erlauben, leise zu starten. Nicht mit Vorsätzen, die uns unter Druck setzen, sondern mit kleinen Gesten der Freundlichkeit uns selbst gegenüber.

Die Natur macht es uns vor.
Draußen liegt alles still, zurückgezogen.

Bäume sammeln Kraft, Samen ruhen unter der Erde, Tiere bewegen sich langsamer.

Nichts in der Natur eilt gerade.

Nichts zwingt sich zu einem schnellen Neubeginn.

Und genauso dürfen auch wir uns diese Ruhe gönnen — ohne schlechtes Gewissen, ohne Hast.

Vielleicht spürst du noch die Müdigkeit der vergangenen Monate. Vielleicht trägst du Wünsche in dir, die noch keinen Namen haben. Vielleicht brauchst du einfach ein paar Tage, um anzukommen.

All das ist richtig. All das ist genug.

Langsam zu starten bedeutet nicht, stehen zu bleiben.
Es bedeutet, bewusst zu wählen, wie du deinen ersten Schritt setzt.

🕯️ Vielleicht zündest du eine Kerze an, nur um einen Moment lang zuzusehen, wie das Licht den Raum füllt.


☕ Vielleicht trinkst du deinen Tee ein wenig langsamer, spürst die Wärme in deinen Händen.


🌬️ Vielleicht atmest du einmal tief ein, bevor du dich wieder dem Alltag zuwendest.

Das neue Jahr muss nicht perfekt beginnen.
Es darf weich sein, still.
Es darf sich entwickeln, nach und nach.

Gib dir die Erlaubnis, in deinem eigenen Tempo zu starten.
Nicht schneller, nicht lauter, nicht „produktiver“ als es sich gut anfühlt.

Denn manchmal ist der sanfteste Anfang der kraftvollste.

Weihnachten im Pflegeheim

Herr M hat Puderzucker vom Stollen auf seinem Pullover und findet er sei eben ein süßer Junge.

Zwei Herren diskutieren ob der Rehbraten, den es morgen geben soll, eins von den Tierchen ist, die hier im hauseigenen Wald unterwegs sind und sich manchmal zeigen.

Auf dem Gang ruft Renate „aus dem Weg, Bahne frei“ und sitzt mit einem Helm gegen Kopfverletzungen in einem Pflegestuhl.

Vom Radio tönt Weihnachtsmusik und irgendwer schaut in Konzertlautstärke drei Hasselnüsse für Aschenbrödel.

In der Sitzecke liest jemand zwei älteren Pärchen die Weihnachtsgeschichte vor und auf dem Gemeinschaftstoilette sitzt wer bei offener Tür auf dem Klo.

Dazwischen das Pflegepersonal lieb, freundlich und fürsorglich, immer mit einem lieben Wort auf den Lippen.

Unterbesetzt wegen Krankheit!Trotzdem wird der angehenden Pflegehelferin ausführlich der Wechsel und die Versorgung des Stomas meiner Mutter erläutert.

Ich beobachte das und bin ein wenig schockiert, meiner Mama zu all dem geraten zu haben, aber es geht einfach noch nicht zu Hause. Soweit ist sie einfach noch nicht.

Derweil sitzt sie im Bett und sagt „häuslich richte ich mich aber nicht ein, ich will ja wieder heim“ und tatsächlich hat sie innerhalb eines Tages weitere Fortschritte zum Thema Mobilität und Selbstständigkeit gemacht.

Ich bewundere zutiefst alle, die tagtäglich mit viel Herz in der Pflege arbeiten.
DANKE ♥️

Weihnachten #pflegeheim #pflegealltag #pflegemitherz

Krebs bestimmt nicht mein Leben!!!

Oft bedanken sich Follower, Leser, Freunde für meine Beiträge, weil das Arbeit für mich ist und Zeit, Nachdenken und Recherche erfordert .


Es ist eine Arbeit, die ich gerne mache und die ich als meine Berufung ansehe.


Zu viele Geschichten, Gerüchte, Unwissen und Unsicherheit sind noch zum Thema Krebs in den Köpfen.
Ich möchte informieren, ermutigen, Ängste nehmen, Erfahrungen teilen und Tipps geben.


Und es ist auch eine Art Verarbeitung für mich.
Recherchen erfordert es nicht immer. Meist kommt mir eine Idee spontan und wird zum Text oder ich bekomme den Anstoß durch Antworten oder was ich selbst so im Netz lese.

Manche bewundern auch, dass ich mich nach überstandener Erkrankung trotzdem in der Krebs Bubble bewege und quasi immer damit beschäftige.


Horst war Teil meines Lebens 2018 und 2019, jetzt ist er tot, von uns gegangen, fachgerecht entsorgt oder er guckt irgendwo in der Pathologie doof aus dem Glas.


Natürlich denke ich darüber nach, wenn ich zur Kontrolle bin oder auch bei manchen Beiträgen, aber nie so das das Thema alles bestimmt.

Natürlich habe ich Angst vor Rezidiven, ganz neuer Erkrankung und schlechter Prognose.

ABER:

Krebs bestimmt nicht mein Leben!!!

Höchstens Teile meines Terminplanes und die meiste Behördenpost. Obwohl da sind es auch die Nebenwirkungen und Nachwirkungen und nicht der Krebs selbst.

So habe ich das auch schon während der Therapie gehalten.


Claudia Altmann-Pospischek beschreibt es so: „der Krebs ist auf meiner Lebensfahrt mein Beifahrer, mehr nicht.“

Bei mir sind jetzt die körperlichen und seelischen Gegebenheiten meine Beifahrer, mein Schatten. Sie gehören dazu, haben aber nicht die Oberhand.
Die meisten Frauen tragen ganz selbstverständlich BH, ich halt Thoraxbandage und Kompressionsstrumpf. Farbe aussuchen, anziehen, nich mehr drüber nach gedacht.

Viele Menschen, die ich kenne, gehen arbeiten, sind selbstständig – mein Job ist, wenn man so will, mein Ehrenamt und Engagement.

Noch viel wichtiger ist mir, meine Tage gut zu füllen mit schönen Kleinigkeiten, Erlebnissen, Ergebnissen, Begegnungen und so weiter.
Dazu gehören mein Ehrenamt, mein Blog hier, neues Wissen erlernen, mein Garten, Freunde, Reisen und vieles mehr.
Keine Last, mir macht das Spaß.

Zugegeben auch ich habe trübe Gedanken oder mal einen schlechten Tag, das kommt vor.
Aber ich gebe mir Mühe, diesen Tagen ihre Berechtigung zu geben, aber nicht übermäßig viel Raum.

Deswegen Rat von mir:

Gebt euren Tagen mehr Leben, mehr Freude, mehr Genuss.


Was morgen ist weiß keiner, also vertagt und verschiebt nicht so viel.


Das Leben ist schön, egal ob man gesund oder krank ist!

Loslassen – materiell gesehen

Steigen wir einmal ein in das Thema loslassen und beginnen mit dem materiellen Teil.

Während Corona haben die  Leute ja angeblich, ich kenne niemanden, ausgemistet, aber wir haben 2025, die Lockdowns sind glücklicherweise Geschichte.

Was gibt es nicht alles für Methoden zum Ordnung halten, zum sortieren, für mehr Minimalismus. Kannst du natürlich nutzen, erfordert aber erst einmal Einarbeitung ins Thema und unter Umständen ein kostenpflichtiges Coaching.

Ich möchte dir hier ein paar Tipps an die Hand geben, die du einfach umsetzen kannst ohne dich erst speziell einarbeiten zu müssen. Denn sind wir mal ehrlich, wenn ich mich erst noch einlesen muss, ist der Anflug von „heute miste ich aus“ eventuell schon vorbei.

Setze dir kleine Aufgaben, also nicht das ganze Büro, sondern nur erst mal ein oder zwei Ordner. Nicht den kompletten Kleiderschrank, starte mit Socken oder Shirts.

Was wird mit den ausgemisteten Sachen passieren?

    • Akten schreddern
    • Bücher – Bücherschrank/Verkaufen
    • Kleidung Kleidersammlung oder verkaufen?
    • Deko und anderes – Tonne, spenden oder verkaufen?
    • Bedenke, dass du beim Verkaufen, die Sachen noch eine Weile lagern musst.

Wenn du mit Versicherungsunterlagen, Kontoauszügen und Co anfängst, informiere dich über die Aufbewahrungsfristen.

Kleiderschrank – schwieriges Thema.

    • Frage dich, wann du das Teil zum letzten Mal getragen hast. Länger als 1 Jahr her? Dann weg!
    • Du hoffst das es dir irgendwann wieder passt? Weg!
    • Preisschild noch dran? Weg!
    • Kneift, drückt, kratzt? Weg!
    • nur für den einen Anlass gekauft, dann nie wieder getragen? Weg!
    • alles was kaputt, abgetragen ist – Weg!

Badschrank/Putzschrank/Vorräte

    • Haltbarkeitsdatum gerade bei Kosmetika einhalten
    • Bei Lebensmitteln abwägen, vieles ist auch nach dem Haltbarkeitsdatum noch okay, gerade trockene Lebensmittel (Nudeln, Salz, …)
    • Kosmetika – nutzt du den Lippenstift/Kajal/Nagellack überhaupt?
    • Utensilien zum Frisieren – brauchst du alles?

Handy, Laptop oder PC

    • Welche Apps/Programme nutzt du wirklich?
    • Sind alle Abos notwendig?
    • Fotos
    • Datensicherung in einer Cloud oder externes Medium für Fotos, wichtige Dokumente und dann wieder Platz auf dem Gerät machen.
    • Du kannst bei der gelegenheit auch gleich mal schauen, ob eingehende Fotos/Dokumente udn Co automatisch gespeichert werden oder nur, wenn du das aktiv tust. Spart Speicherplatz und du musst weniger aufräumen.

Ich könnte dir jetzt noch so viel mehr auflisten, aber ich finde, du hast den Ansatz erkannt.

Speichere dir gern den Post ab und folge mir hier, näöchste Woche geht’s um seelisches Loslassen.

 

 

Typberatung für Krebspatienten???

Heute hatte ich einen Termin via Zoom mit Soraya Frie .

Typberatung für Frauen in Lebensumbrüchen – Frauen mit und nach Krebs zum Beispiel.

Als Nichtbetroffener mag man jetzt wahrscheinlich denken: „na klar mit Krebs, mitten in der Therapie oder womöglich mit Metastasen haben die doch ganz andere Sorgen!“

Stimmt nur zum Teil.

Natürlich stand auch ich während der Chemo nicht andauernd vor Spiegel und habe geschaut, dass mein Outfit hipp, der neuesten Moden entsprechend oder Size Zero ist.
ABER, ich habe es geliebt Farben zu tragen, bunte Tücher oder Mützen, farbige Shirts.
Auch ein kleines Makeup durfte nicht fehlen.

Es hat mir geholfen mich wohlzufühlen, nicht grau und krank auszusehen, mich nicht so arg vom Krebs gebeutelt zu fühlen und vor allem ganz normal am Leben teilzunehmen, ohne das meine Erkrankung alles überdeckt hat.

Und genau da setzt Soraya an!

Es geht nicht darum, deinen Kleiderschrank auszumisten, für viel Geld neue Teile zu kaufen.

Es geht darum, seine Farben und Schnitte zu kennen, die Dinge die man hat gut zu kombinieren und sich auf die eventuell veränderte Körpersilouette einzustellen.

Wie kann ich zum Beispiel den Port kaschieren?

Was trage ich nach Mastektomie?

Was kaschiert die Kortison Pfunde?

Der Krebs sollte mein Leben eben nicht in allen Phasen und Dingen beeinflussen, schlimm genug, dass er überhaupt da war.

Leben mit Krebs ist so viel mehr als nur Therapie!

Zeit für dich – wohltuende Handmassage

Am Wochenende hatte ich das Glück bei einem Vortrag über Aromapflege eine Anleitung für eine Handmassage zu bekommen und dachte mir, dass das für dich genau das Richtige wäre.

Deine Hände benötigst du tagtäglich zu so vielen verschiedenen Tätigkeiten. Ganz selbstverständlich setzt du sie ein. Erst, wenn da mal eine kleine Wunde ist oder gar ein gebrochener Finger, bemerkst du wie wichtig deine Hände sind.

Aber tust du ihnen auch etwas Gutes?

Gerade jetzt wo die kalte Jahreszeit Einzug gehalten hat, leiden unsere Hände bzw. die Haut wieder verstärkt unter Kälte, trockener Heizungsluft und häufigerem Händewaschen weil du dich vor Atemwegserkrankungen schützen möchtest.

Was gibt es da Schöneres als eine wohltuende und zugleich pflegende Handmassage, die du alleine oder auch mit einem Partner durchführen kannst?

Du benötigst dazu eine gute Handcreme oder eine Bodybutter oder ein gutes Öl und natürlich etwas Zeit, am Besten du machst es dir schön gemütlich.

Trage zuerst einmal deine Handcreme/Bodybutter oder dein Öl auf, gerne den Unterarm mit einbeziehen. Wenn du ein Öl verwendest, kann die Haut gern leicht feucht sein, da kann das Öl besser eingearbeitet werden.

Beginne damit von den Fingern zum Ellenbogen und wieder zurück auszustreichen. Ohne viel Druck erst in die eine Richtung, dann wieder zurück. So stimmst du dich und vor allem deine Haut auf die kommende Massage ein.

Im zweiten Schritt verschränkst du deine Hände miteinander und reibst deine Handflächen und Daumenballen aneinander. Dabei bewegen sich die ineinander verschränkten Finger automatisch mit und massieren so die Fingerzwischenräume.

Lasse die Finger verschränkt, öffne deine Hände jetzt aber so, dass die Handinnenfläche sichtbar werden und du jeweils mit dem rechten Daumen die linke Handinnenfläche und anschließend mit dem linken Daumen die rechte Handinnenfläche mit kreisenden Bewegungen massieren kannst. Beginne im Uhrzeigersinn mit der linken und rechten Handfläche, wechsle dann in die entgegengesetzte Richtung. So wird es für die Daumen nicht zu anstrengend.

Jetzt kommen die Finger an die Reihe. Dazu massierst du jeden deiner Finger einzeln in kreisenden Bewegungen, beginnend vom Fingerzwischenraum bis zur Handspitze. Du kannst dazu deinen Daumen deiner linken Hand in kreisenden Bewegungen über die Außen- und nachfolgend über die Innenseite deiner Finger der rechten Hand bewegen und dann natürlich umgekehrt bei deiner linken Hand verfahren.

Was ich nicht unbedingt empfehlen möchte ist, an den Fingern zu ziehen. Erstens mögen viele das knackende Geräusch nicht und zweitens finde ich, sollte das den Massagefachleuten überlassen sein, diese Methode der Lockerung anzuwenden.

Im nächsten Schritt formst du mit deiner rechten Hand eine Faust und legst sanft deine linke Handinnenfläche darüber. Nun beginnst du die Faust in kreisenden Bewegungen zu bewegen. Dabei kann die linke Hand entweder gewölbt die Faust umschließen oder du kannst die Hand auch leicht öffnen und mit den knöchernen Erhebungen der Faust fester die Handinnenfläche massieren. Entscheide hier selbst, was die angenehm erscheint, du kannst auch beides nacheinander kombinieren.

Zum Abschluss legst du deine rechte Handfläche auf die linke Handoberseite und hakst deine rechten Fingerspitzen etwas in die Fingerzwischenräume der linken Hand ein. Jetzt streichst du langsam zum Ellenbogen hin aus. Das gleiche dann noch auf der Handinnenfläche und dann wechselst du die Seite.

Wenn jetzt noch Handcreme/Bodybutter oder Öl übrig sind, kannst du das entweder noch sanft am Unterarm einarbeiten oder mit einem Tuch abnehmen.

Voila – entspannte Hände, entspannter Körper, entspannter Geist.

 

Berichte doch mal, wie es dir gefallen hat.

Deine Anett