die Rente ist sicher!

Kennt ihr diesen Satz von Norbert Blühm noch?

Nun ja, ich für meinen Teil kann das jetzt zumindest bis 30.06.2022 behaupten.

Letzten Freitag erreichte mich ein Brief vom VDK, in diesem wiederum Nachricht vom Sozialgericht, das die Rentenversicherung meine Forderung OHNE Gerichtsverfahren anerkennt.

Ich erhalte rückwirkend ab Juli 2019 =Antragsdatum volle Erwerbsminderungs – Rente. 

Nachdem sich Krankenkasse und Arbeitsamt ihre in diesem Zeitraum gezahlten Gelder zurück geholt haben, erhalte ich wohl ne Nachzahlung, die ich dann verprassen kann. Kleiner Scherz 🙂

Bisher weiß ich noch nicht die Höhe des Zahlbetrages, weil ich erst mal die außergerichtliche Einigung anerkennen muss. Schön blöd, wenn ich es nicht täte.

Die Ärztin welche vom Gericht beauftragt wurde, hat folgendes festgestellt:

1. ich befinde mich noch in Rekonvaleszens

2. mein alter Arbeitsplatz ist nicht mehr leidensgerecht

3. der Teilzeitarbeitsmarkt ist für mich verschlossen

4. ich habe noch Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

5. ausschlaggebend ist auch meine psychische Situation

Hat ja auch lange gedauert. Ich kann es immer noch nicht ganz glauben.

Angefangen mit der Beantragung nach der beidseitigen Mastektomie im Juli 2019, über eine Ablehnung, eine Reha, wieder ne Ablehnung, eine Lymphreha und Klage vorm Sozialgericht und jeder Menge behandelnder Ärzte, die verwundert über die Ablehnung waren.

Die Zeit, in der ich mich selber manchmal für einen Simulanten gehalten und mich überfordert habe, sind vorbei. 

Ich muss mir selbst nicht mehr beweisen, das ich krank bin.

Ich muss mich mal nicht mehr überall erklären.

Finanzielle Schieflage ist erst mal kein Thema mehr, auch das ist äußerst belastend für die Psyche und da kann einem kein Fachmann helfen.

Eins kann ich euch definitiv mit auf den Weg geben:

Gebt nicht auf!

Sucht euch Hilfe!

Sammelt eure Arztberichte!

Und jetzt geht’s weiter mit den Vorbereitungen für’s Pilgern.

Start 15.08.2021 in Frankfurt/Oder an der Marienkirche.

abgetaucht – unfreiwillig

Hallo da draußen!

War paar Tage ruhig hier geworden obwohl ich sooooooo viele Ideen für euch hatte.

Erst hatte mich ein hübscher Fatigue Tag niedergestreckt und ich musste pausieren und sogar meinen Arzttermin am Montag absagen.

Ja sowas gibt’s – Arzttermin absagen, weil es einem nicht gut geht. Zum Glück war der nicht dringend und lebensnotwendig. Aber für mich war extra viel Zeit eingeplant, das ist jetzt schon doof für die Praxis.

Ja und dann, das hier:

Quelle: https://www.zeit.vip


Nach einem Telefonat mit dem Arbeitsamt sitze ich nun über dem Harz4 äh ALG2 Antrag.

Japp richtig gelesen!

Mein Arbeitslosengeld läuft nur noch bis Anfang April und es ist davon auszugehen, das bis dahin seitens der Rentenversicherung noch nicht viel passiert ist. Auch, wenn ich heute in Erfahrung bringen konnte, das mein Rehabericht dem sozialmedizinischen Dienst der Rentenversicherung vorgelegt wurde zur Prüfung und Neuentscheidung.

Also fülle ich schon mal den vereinfachten Antrag aus und wundere mich wo der nun vereinfacht ist. Nachdem ich das Hauptformular ausgefüllt habe, haben sich sage und schreibe 11 Anlagen ergeben. 

Da muss man nachweisen wer hier mit wohnt, wer was verdient, welches Vermögen der Haushalt hat, welche Altersvorsorge, welche Autos, Bescheinigungen vom Vermieter, vom Arbeitgeber, es wird sogar geprüft ob einer von uns hätte Trennungs- oder Ehegattenunterhalt bekommen müssen.

Und da ist es mal wieder das Problem.

Krank in Deutschland wird zum finanziellen Problem und Kampf mit den Behörden. 

Es ist nicht vorgesehen in den Formularen, das jemand schlicht und ergreifend nach Krankheut dem Arbeitsmarkt nicht oder nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung steht.

Mein Tip an euch – holt euch Hilfe. Egal ob ihr noch in der Therapie steckt oder wie ich schon durch seit mit allem. Es gibt Fachleute, die sich tagtäglich damit beschäftigen. Das schont Nerven und Kraft, die ihr an anderer Stelle viel dringender benötigt.

Ich habe zum Glück Bekannte, die in der Behörde arbeiten. Um alles andere kümmert sich bei mir der VDK.

So und jetzt bin ich wieder abgetaucht im Papier, ich muss mein millionenschweres Vermögen nachweisen ……… 

Der Amtsschimmel und ich

Keine Liebesbeziehung sag ich euch.

Tag 2 nach Reha und schon mitten drin im Papierkrieg.

Krankenschein und langfristige Heilmittelverordnung waren kein Problem, Zuzahlungsbefreiung hab ich gestern auch fertig beantragt, aber dann ging’s los.

Da hab ich mich ordnungsgemäß telefonisch wieder beim Arbeitsamt angemeldet und was ist? Ich muss nach 5 Wochen Reha nochmal den Antrag auf ALG1 ausfüllen. Und die Rentenversicherung muss ein Formular für den Erhalt vom Übergangsgeld ausfüllen, der Bescheid darüber reicht natürlich nicht.

Na das kann ja wieder dauern….

Ein Glück kann man sich den Kopf frei laufen.

Wie am letzten Foto unschwer zu erkennen ist, kommt da schon der nächste Schneefall auf uns zu.

Da hab ich ja noch mal Glück gehabt, so im Schneetreiben über die Felder laufen ist nicht angenehm im Moment.

Inzwischen ist der Tag rum und ich bin Herr über den Papierkrieg geworden.

Langsam brauch ich ne Sekretärin, ach nee virtuelle Assistentin bin ich ja selber. 😂

Achterbahn

Quelle: www.ingenieur.de

Hallo da draußen!

Ruhig hier geworden oder geblieben.

Macht euch keine Sorgen, ich bin noch da. 

Einerseits stecke in mitten in den Vorbereitungen für die Reha und die sind diesmal zwar einerseits einfacher, weil ich ja inzwischen schon weiß was man so braucht und was nicht. Andererseits muss ich aber auch an alles denken, weil Besuchsverbot herrscht und man auch knappe 4,5h zur Klinik unterwegs ist und mir keiner mal eben was bringen kann. Und wegen Corona dürfen wir auch nicht zum Shopping los.

Also Packliste schreiben und abhaken.

Ja und dann beschäftigen mich mal wieder die Erwerbsminderungsrente und ein hübscher Harz4 Antrag.

Ja richtig gelesen, Harz4 Antrag!

Da mein ALG1 zum 28.02. ausläuft (eventuell verlängert sich das um die Zeit der Reha), muss ich mich da jetzt schon mal um den Papierkram kümmern. Meine Güte, was da alles benötigt wird …

Mietvertrag, Nebenkosten, Versicherungen, Vermögen (haha …), Kindergeldbescheinigung, Nachweis Bedarfsgemeinschaft mit dem ich das Einkommen von Schatz und Sohn nachweisen muss, …….

Ich brauch bald selber ne Assistentin.

Und als wäre das noch nicht genug, nervt die olle Gisela Lymphoedem, macht Schmerzen, tobt sich trotz Kompressionsversorgung aus. 

Ja und von meiner Psyche reden wir erst gar nicht ….  

Schlafstörung, Nervosität, depressive Stimmung, Antriebslosigkeit, das volle Programm.

Ich versuche dem mit Spaziergängen, Meditation, Yoga, Neurographik und stricken entgegen zu treten, zwinge mich meinen Aufgaben nach zu gehen, damit sich das Loch nicht weiter auftut.

Andererseits bringt mir meine ehrenamtliche Arbeit bei der NetzwerkstattKrebs viel Freude, wenigstens für den Moment das Gefühl gebraucht zu werden.

Ich werde denke ich über die Feiertage Familie und Zeit für mich genießen und dann starte ich ab Januar wie dieses Jahr wieder mit dem Rehabericht.

Bleibt gesund und passt auf euch auf!

Es besteht Grund zur Hoffnung

 

Die Hoffnung stirbt zuletzt, heißt es ja immer.

Aber dem ist wirklich so.

Nachdem mir seitens der Rentenversicherung (nachfolgend DRV) eine zweite Reha in der Fachklinik Seeklinik Zechlin zugesagt wurde – Termin Ende März 2021 -, ereilte mich wenige Tage später die Auskunft, das damit mein Widerspruch deswegen jetzt auf Eis liegt. 

Und das obwohl der schon in der Abteilung Rechtsbehelf und damit zu 3/4 bearbeitet und entschieden war.

Und mein ALG1 auch zum 28.02. endet und dann ist finito mit Geld vom Amt.

Gaaaanz toll.

Der Rehabericht dient mal wieder als Gutachten, denn von der DRV hat mich nach wie vor keiner gesehen, alles nur anhand von Befunden und meinen Angaben her entschieden. Wobei ich mich schon des Öfteren gefragt habe, ob die Herrschaften verstehen, was da geschrieben steht ….

Deswegen ist das auch alles schön zum VDK gewandert, weil ich da weder Nerven, noch das Fachwissen dafür habe. Und man darf, nein man soll ja auch Aufgaben abgeben.

Letztendlich hat der VDK jetzt erwirken können, das meine Akte aus der Rechtsbehelfsabteilung wieder zum sozialmedizinischen Dienst der DRV geht und dort geprüft wird, ob man nicht vor Reha Antritt schon eine Entscheidung treffen kann.

Konntet ihr folgen?

Unglaublich, oder?

Nun ja, heute erreichte mich eine Mail, das ich schon zum 4.1.2021 zur Reha fahren darf.

Das ist ja die beste Lösung schlechthin.

Dadurch verlängert sich nämlich die Zahlung des ALG1 etwa bis 22.03.21, weil ich für die Zeit der Reha von der DRV Übergangsgeld bekomme.

Und wenn dann alle den Turbo einlegen mit Rehabericht schreiben und die DRV dann zügig prüft, daaaaan entsteht mir eventuell keine finanzielle Lücke oder ich bekomme mitgeteilt, das ich keine Rente bekomme.

Also drückt  mir die Daumen, das ich mit der Fachklinik die richtige Wahl getroffen habe und dann positiv entschieden wird.

Bis dahin gibt’s ein Bildchen v on der Klinik und den Link zur Klinik. Da könnt ihr derweil schon mal gucken.