Sie wurden nominiert und haben was vergessen!

Also nicht ich, sondern mein Blog wurde nominiert und zwar von sonnenbluemchensdreams alias Michaela.

Herzlichen Dank dafür.

Ist die allererste Nominierung überhaupt für Horst so von Blogger zu Blogger.

Ursprünglich wurde dieser AWARD im Jahre 2014 von der lieben Eve ins Leben gerufen und seit dem zieht er seine Runden durch‘s Bloggeruniversum.

SPIELREGELN

  1. Bedanke dich bei demjenigen, der dich nominiert hat und verlinke ihn 
  2. Schreibe einen Beitrag um deinen Award zu präsentieren 
  3. Erzähle kurz, wie du mit dem Bloggen angefangen hast 
  4. Gib zwei Ratschläge für neue Blogger 
  5. Nominiere 15 andere Blogger für diesen Award 
  6. Kommentiere auf den nominierten Blogs, lass die jeweiligen Personen wissen, dass du sie nominiert hast, und verlinke deinen Beitrag zum Award 
Ja wie hab ich denn mit dem Bloggen angefangen?
Diesen Blog hier gibt’s seit dem 15.06.2018, an dem Tag bekam ich meine Brustkrebsdiagnose und war der Meinung, mein Weg durch die Therapie muss in die Welt hinaus. In erster Linie als Tagebuch für mich, aber auch für alle um mich herum, damit ich nicht irgendwann Fusseln am Mund habe vom erklären.

Recht bald hat sich aus dem Tagebuch eine Art Erfahrungsblog entwickelt mit Informationen, Erklärungen und Mutmacher Beiträgen. Ich hatte gemerkt, das Krebs egal welcher zwar in aller Munde aber trotzdem unbekannt ist. Und ein Schreckgespenst dazu.

Und jetzt 3 Jahre nach dem ersten Horst Post?

Horst ist tot, von uns gegangen, eventuell glotzt er beim Pathologen aus einem Glas.
Gisela, und mein olles zickiges Lymphoedem, ist geblieben und ganz schön fett geworden. Und so ist sie regelmäßig hier Thema.
Und die geheimnisvolle Madame Fatigue hat sich auch zu unserer illustren WG dazu gesellt. 

Ich habe in den letzten 3 Jahren viele neue Menschen kennengelernt, bin Psychoonkologische Beraterin und seit neuestem auch Meditationsleiterin geworden und arbeite als VA stundenweise auf Honorbasis so wie mein Körper das zulässt bzw. wie den beiden Diven der Sinn steht.
Ich bin ehrenamtlich aktiv und durfte/darf an einigen tollen Projekten mitarbeiten. 
Dinge, die ich vor meiner Diagnose nicht mal in Erwägung gezogen hätte.

Meine 2 Ratschläge für neue Blogger

Mit zur Lücke – trimmt nicht alles auf perfekt, so ein bisschen unperfekt, aus dem Leben heraus, wie euch der Schnabel gewachsen ist, macht euch vieeeeel sympathischer.

Vernetzt euch! Teilt euren Blog unter Freunden, in socialrn Medien, kommentiert bei anderen Bloggern und in Foren ect.
Ihr werdet staunen, was sich da für Begegnungen ergeben.

Nominiere 15 andere Blogger

Uff, des wird schwer.
Hab ich überhaupt 15 in meiner Liste???
Hab ich nicht und zwei aus meiner Liste, sind leider schon von uns gegangen 🥺

Ich nominiere daher die übrigen:





Ja und weil ich es gestern ganz vergessen habe, da sieht man mal wieder das der Krebs eben nicht dauernd präsent ist, freue ich mich heute umso mehr, das ich nach 3 Jahren immer noch hier bin und mich gut fühle und so langsam auch die körperlichen Gegebenheiten annehmen und vor allem einplanen kann, auch wenn das mit der Dosierung noch nicht so ganz klappt.
Wer noch mal zum 1. Post möchte, der klickt gerne hier
1.Chemo
Fotoshooting Januar 2019

Fotoshooting August 2019

Freundschafts Woche

Quelle:www.Stern.de

Freundschaft, richtig dicke Freundschaften zähle ich immer mit auf, wenn ich gefragt werde wofür ich dankbar bin.

Horst hat viele Freundschaften auf die Probe gestellt und ein paar von denen, die meine Scheidung nicht ausgesiebt hatte, sind im Sande verlaufen.

Krebs ist auch diesbezüglich ein Arsch.

Freunde wissen oftmals nicht wie sie mit dir und der Diagnose umgehen sollen und melden sich dann lieber nicht. Du als Patient bist dann traurig, enttäuscht oder wütend und so nimmt das Elend oftmals seinen Lauf.

Ich finde das muss nicht sein!

Als Patient kann und sollte man mit offenen Karten spielen. Deutlich mitteilen was man möchte, wenn’s einem mal nicht gut geht und ja auch Aufgaben delegieren.

Als Freund darf man ehrlich sein und zugeben, das man Angst hat, das man nicht weiß wie man damit umgehen soll, das man tausend Fragen hat.

Im Gespräch lässt sich vieles klären. Und Schweigen ist auch manchmal ganz schön. Dasitzen und schweigen.

Mir hat der olle Horst Freundschaften gestärkt, Bekanntschaften zu Freundschaften gemacht und neue Freundschaften angespült. Irgendwas gutes muss er ja haben, oder?

Ja und so schaue ich diese Woche ganz versöhnlich auf den ersten Räumungsversuch von Horst im März 2019 zurück und bin dankbar für meine Freundinnen.

Dieses Foto entstand kurz nachdem ich nach der OP wieder im Zimmer war.

Mir war schrecklich übel und Ines gegenüber freute sich auf ihre Puddingsuppe, die sie dann auch mit Verzückung gelöffelt hat während ich Spaß mit dieser Tüte hatte.

Nachts haben wir Wasserplätschern und Regengeräusche gehört, weil ich nicht auf der Bettpfanne pullern konnte.

Ja und heute schreiben wir uns immer noch täglich, teilen Freude und doofe Tage, treffen uns zum wandern und freuen uns des Lebens.

Ja und das hier – einfach unschlagbar.

Marika zu Besuch und wir testen schon mal welche Frisur es denn sein soll, wenn die Haare wieder sprießen. 😂

Nicht zu vergessen die herrliche Dose inklusive Karte und lecker Kuchen von Beatrix.

Und jetzt zur Reha auch wieder.

Drei Mädels, dreimal Diagnose Lymphoedem, dreimal Spaß.

Und sowas könnt ihr auch da draußen.

Schreibt ne Karte, schickt paar Blümchen, packt ein kleines Paket zusammen, bietet eure Hilfe an, bringt euch immer wieder in Erinnerung usw.

Und ihr Patienten geht ruhig mal einen Schritt auf Eure Freunde zu, im Grunde sind die genau so geschockt, ratlos und ängstlich wie ihr.

Studien und Co – Teilnehmen ja oder nein?

 Hallo zusammen!

Quelle:www.bio-m.org

Das es im medizinischen Studien gibt, hat wahrscheinlich jeder schon mal gehört oder gelesen.

Studien zur Wirksamkeit und zur Anwendung oder zur Zulassung von Medikamenten, darüber wie es den Patienten mit bestimmten Therapie ergeht, wie man damit zurecht kommt und welchen Nutzen sie haben.

Natürlich gibt es solche Studien auch im Rahmen der Krebserkrankung.

Manche Patienten nehmen während ihrer Therapie an Studien teil, manche erst danach, manche beides. Die Möglichkeiten sind vielfältig und es werden immer Teilnehmer gesucht.

Ich selber darf an einer digitalen Studie der Uniklink Leipzig teilnehmen.

Man wird per Email informiert und telefonisch betreut.

Dazu gehören die Beantwortung von 4 Fragebögen und das nutzen einer App.

MIKA

Ich nutze die App jetzt eine knappe Woche und finde die recht gut.

Täglich kann man sein Befinden dokumentieren und erhält so über längere Zeit einen Überblick wie die eigene Verfassung so war und kann so auch heraus finden, was da eventuell dazu geführt hat.

Was ich aber viel besser finde, ist das ANgebot der vielen Artikel, die man lesen kann und sich so jede Menge Informationen rein zieht und die Themenreisen.

Eine Themenreise dauert etwa 7 Tage, darin enthalten sind verschiedene Übungen, die man entweder mitmachen muss zum Beispiel Form einer Atemübung oder mit Zettel und Stift bearbeitet und das ganze dann natürlich für seinen eigenen Alltag nutzen kann.

Aktuell bearbeite ich das Thema: Deinen Weg finden

Auch wenn meine Akuttherapie abgeschlossen ist, hilft mir das.

Vielleicht ist es ja ein Anreiz für euch, sozusagen noch etwas Gutes für andere Erkrankte aus eurer Erkrankung zu ziehen oder für euch selbst (gerade, wenn es um neue Medikamente geht).

Wenn euch euer Arzt fragt, dann lehnt nicht gleich ab, sondern denkt mal in Ruhe darüber nach.

das Gute sehen

Hallo da draußen!

Sabine Dinkel hat es mehrfach in ihrem Comic Tagebuch Meine Arschbombe Untiefen Lebens zum Thema gemacht – es war/ist alles gar nicht sooo schlecht, man muss es eben nur aus dem entsprechenden Blickwinkel betrachten und vielleicht auch mal seine Wortwahl und Gedanken überdenken.

Christine Raab beschreibt es in ihren Post bei Facebook vom 29.11.2018 auch sehr treffend.

Beides bringt mich schon zum nachdenken.

Auf meiner Schulter sitzt manchmal Herr Miesepeter – nörgelig, unzufrieden mit der Gesamtsituation oder dem körperlichen Befinden und Leistungen, unfähig zu sehen was schon alles geschafft ist.
Klar das darf er auch mal, so eine Erkrankung und deren Therapie ist kein Spaziergang und man bekommt tageweise seine Grenzen schon ganz schön aufgezeigt.
Obwohl ich manchmal eher denke, ich bekomme generell aufgezeigt, das die Zeit vor dem Outing von Horst einfach auch zu viel des Tun und Wuselns war und ich wohl generell an der Dosierung arbeiten muss.

Deswegen dachte ich, ist es an der Zeit ihm, euch und mir das Positive mal sichtbar zu machen, in Worte zu fassen so als Monatsabschluss in der Art „das Gute im November 2018“

das Gute im November

– Chemo für dieses Jahr geschafft

– Blutbild soweit stabil

– der Junior hat seinen Lehrvertrag für 2019 unterschrieben

– Stollen und Kekse gebacken

-Wichtelpakete verschickt

– neue Kollegin eingestellt
Das schafft mir auch ein bisschen Luft und weniger schlechtes Gewissen.
Ja ich weiß, ein schlechtes Gewissen brauch ich nicht haben wegen meiner Krankheit, aber man weiß ja was an Arbeit liegen bleibt, was zu leisten ist und ich würde lieber vorgestern wieder arbeiten als übermorgen.

– einen wunderbaren Nachmittag mit Yvette und Birgit im Kino beim Nussknacker gehabt
MERKE!
Nachos kitzeln die pausierenden Geschmacksnerven sensationell gut, aber zusammen mit Dip machen sie Sodbrennen.
Irgendwas ist ja immer, war trotzdem toll!
Und auch wenn du die Zuckerfee bist, kannst du nicht die Weltherrschaft übernehmen nur weil die Zinnsoldaten sexy findest.

– das alljährliche Ente essen mit meinen Grundschulfreunden und deren Partnern war wie immer toll, gemütlich, lustig.
Eine Mitbringparty wo sich jeder einbringt, einer das Rotkraut, zwei die Enten, Klöße immer in der Hand von Alexander und Mirko, das Dessert immer bei mir und einer stellt halt seine Räumlichkeiten zur Verfügung.
Es ist nicht gerade alltäglich das man sich nach so langer Zeit immer noch regelmäßig trifft, versteht und füreinander da ist.