Zu Hause – wo es am schönsten ist

Mutti ist wieder zu Hause.
Endlich!

Zehn Wochen Krankenhaus und Kurzzeitpflege liegen hinter uns.
Zehn Wochen, in denen es tageweise auf Messers Schneide stand.
Zehn Wochen voller Sorgen, Hoffen, Bangen.
Und gleichzeitig zehn Wochen, in denen wir eine ganz besondere Mutter-Tochter-Zeit erlebt haben — intensiv, nah, kostbar.

Jetzt ist sie wieder da, in ihren eigenen vier Wänden.

Mit ihrem vertrauten Kühlschrank, der immer ein bisschen zu gut gefüllt ist.

Mit ihrem Zuhause-Geruch, den kein Krankenhaus der Welt ersetzen kann.

Mit ihrem Mann, mit uns und mit dem Nachbarskater – einfach mit uns.

Mit ihrem Bett — na ja, fast. Denn nun steht dort ein Pflegebett, das uns daran erinnert, dass sich etwas verändert hat.

Denn „zu Hause“ ist jetzt anders.
Es ist ein Zuhause mit Hilfsmitteln, mit neuen Abläufen, mit Routinen, die wir erst finden müssen.
Ein Zuhause, das uns herausfordert und gleichzeitig trägt.

Für meinen Papa bedeutet es, gemeinsam einen neuen Rhythmus zu entwickeln. Den Alltag neu zu sortieren.
Manches anzupassen, anderes loszulassen.
Und trotzdem immer wieder zu spüren: Wir schaffen das. Zusammen als Familie!

Trotz aller Veränderungen bleibt eines unverrückbar:
Zu Hause ist zu Hause.

Und genau darüber sind wir gerade unendlich glücklich und dankbar.