Selbsthilfe in der Rehaklinik – warum wir regelmäßig vor Ort sind


Mehrmals im Jahr fahre ich in die Vogtlandklinik Bad Elster, um dort die Möglichkeiten der Selbsthilfe vorzustellen.
Meine Kollegin Marion ist sogar monatlich mit einem Infostand vor Ort. Viele fragen uns:

Warum macht ihr das eigentlich?
Die Antwort ist einfach – und gleichzeitig tief berührend.

🌿 Wenn der Körper zur Ruhe kommt, spricht die Seele lauter

Nach der Akuttherapie beginnt für viele Betroffene in der Reha eine ganz neue Phase. Der medizinische Druck lässt nach, Termine werden weniger, der Alltag rückt in die Ferne. Plötzlich ist Raum da – Raum zum Nachdenken, zum Fühlen, zum Verarbeiten.

Und genau in diesem Moment spüren viele:
Der Austausch mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben, tut gut.
Er entlastet, verbindet, stärkt.
Doch wo findet man diese Menschen?

🤝 Hier setzt Selbsthilfe an

Die Frauenselbsthilfe Krebs – und natürlich die vielen anderen Selbsthilfeorganisationen – bieten eine Fülle an Gruppen, Angeboten und Begegnungsmöglichkeiten. Für fast jede Lebenssituation gibt es passende Unterstützung.

Denn wenn der Alltag zurückkehrt, tauchen Fragen auf, die in keinem Arztgespräch vorkommen.
Momente, auf die einen kein Lehrbuch vorbereitet.

Gefühle, die nur jemand versteht, der sie selbst erlebt hat.

DU BIST NICHT ALLEIN.

Und genau das spürt man in der Selbsthilfe.

🌸 Warum der Zugang oft erst später gelingt?

Natürlich wäre es ideal, schon mit der Diagnose den Weg in die Selbsthilfe zu finden. Viele Kliniken geben ihren Patientinnen und Patienten heute bereits umfangreiches Material mit.

Doch Hand aufs Herz:
Im Strudel aus Terminen, Diagnostik, Therapie und der schlichten Tatsache „Ich habe Krebs“ bleibt dafür oft kein Raum.
Auch ich selbst habe das damals erst einmal zur Seite geschoben.

Erst während und nach meiner Reha wurde ich offen dafür. Ich habe bewusst nach Angeboten gesucht – und gefunden, was mir gefehlt hatte: Gemeinschaft, Verständnis, Mut.

🌼 Deshalb sind wir in den Kliniken präsent

Mit unseren regelmäßigen Terminen möchten wir zeigen:

  • Selbsthilfe ist nicht altbacken.
  • Selbsthilfe ist lebendig, unterstützend und wohltuend.
  • Selbsthilfe zeigt Wege auf – zurück ins Leben, das weitergeht.
    Vielleicht anders als vorher, aber dennoch voller Möglichkeiten.

Wir möchten Mut machen, Türen öffnen und zeigen:
Es gibt Menschen, die dich verstehen. Es gibt Wege, die du nicht allein gehen musst.

Melde dich gern bei mir, wenn du Fragen hast.


Imbolc – das Fest des ersten Lichts

Imbolc ist der zarte Moment im Jahreskreis, in dem das Licht spürbar zurückkehrt. Eine Schwelle, die dich einlädt, alten Ballast abzustreifen, Klarheit zu finden und dem Neubeginn mit offenem Herzen entgegenzugehen.

Traditionell wird Imbolc am zweiten Vollmond nach der Wintersonnenwende gefeiert – meist am 1. oder 2. Februar.
Noch liegt der Winter über dem Land, doch unter der Oberfläche regt sich bereits das erste Flüstern des Frühlings. Vielleicht hast du schon Schneeglöckchen entdeckt oder spürst, wie die länger werdenden Tage dich innerlich aufrichten. Genau das ist die leise, kraftvolle Magie von Imbolc – ein keltisches Fest der Reinigung, der Inspiration und der Fruchtbarkeit.

Mit der Christianisierung wurde Imbolc zum Fest der heiligen Brigida, deren Licht- und Heilkräfte stark an die keltische Göttin Brigid erinnern. Heute kennen viele den 2. Februar als Mariä Lichtmess – ebenfalls ein Fest des Lichts, der Reinigung und des Neubeginns.

Imbolc lädt dich ein, nach der dunklen Jahreszeit bewusst innezuhalten.
Dich zu fragen: Was darf gehen? Was darf leichter werden? Was möchte in mir wachsen?
Es ist ein Tag, an dem du Körper, Seele und dein Zuhause von altem Staub befreien kannst – im Innen wie im Außen.

Ein traditioneller Bestandteil ist der Frühlingsputz, oft mit einem Besen aus Birkenzweigen. Die Birke steht für Reinheit und Neubeginn. Das Fegen soll nicht nur Schmutz entfernen, sondern auch stagnierende Energie lösen und Platz schaffen für das, was kommen möchte.

Auch ein Spaziergang in der Natur gehört zu den alten Bräuchen. Lausche den ersten Zeichen des Frühlings, spüre die frische Klarheit der Luft, verbinde dich mit dem Erwachen der Erde. Vielleicht möchtest du symbolisch einen Samen pflanzen – als Zeichen für das, was in dir keimen darf.

Und wenn du magst, wirf heute einen Blick in deine Rauhnachtsaufzeichnungen der 1. und 2. Nacht.
Zünde ein paar Kerzen an, lass das Licht in dein Zuhause und in dein Herz fließen – und freue dich darüber, dass die Tage nun wieder länger, heller und hoffnungsvoller werden.

Coachie auf eigenen Füßen

Coach ist kein geschützter Begriff und trotzdem coache ich! Coach ist ja auch nur das englische Wort für Trainer und ich bin Achtsamkeitstrainer.

Ich berate, begleite, gebe Denkanstöße und manchmal auch den berühmten Tritt in den Po. Ich bin hartnäckig, sage auch unverblümt die Wahrheit, fange aber auch auf und richte das sprichwörtliche Krönchen.

Seit über zwei Jahren begleite ich so meine liebe Michaela, begonnen mit der Rauhnachtsbegleitung, über ein paar Tage bei ihr vor Ort und über fast täglichen Kontakt per WhatsApp.

Wir sind Freundinnen geworden, nicht nur weil wir gesundheitlich im gleichen Boot sitzen. Wir ticken ähnlich und irgendwie kreuzen sich unsere Wege auch immer wieder.

Und jetzt darf ich voller Stolz verkünden, dass meine Ela nach Abschluss ihrer Ausbildung bei Sunita Ehlers ihr Herzensprojekt umgesetzt und veröffentlicht hat.

7 Wochen Achtsamkeitskurs

Ich bin so stolz sag ich euch!

Und ich empfehle ihr Angebot wirklich von Herzen ♥️

Aktuell werden auch Testkunden gesucht:

Wenn du also interessiert bist oder jemanden kennst, der jemanden kennt – na du weißt schon, dann gerne teilen.

Und wenn ich dir helfen kann, dann melde dich gern.

Als Achtsamkeitstrainer, Waldbadenkursleiter und Psychoonkologischer Begleiter kann ich dir auf vielfältige Art und Weise DEINEN Weg zeigen und etwas weniger holprig machen.

Talk about Cancer Day

Heute ist Talk about Cancer Day!

Seit meiner Brustkrebs Diagnose im Juni 2018 tue ich auf meinem Blog, in Social Media, im Privatleben und in der Frauenselbsthilfe Krebs nichts anderes.

ICH REDE ÜBER KREBS!

Mag den ein oder anderen nerven, manche finden es auch befremdlich, einige meinen auch „Hey, nun hör doch mal auf, du hast keinen Krebs mehr!“

ICH MACHE WEITER!

Es gibt noch immer zu viele Tabus.
Zu viele Betroffene, die allein im Regen stehen.
Zu viel Unwissen über das Leben nach dem Krebs.

#talkaboutcancer #krebsbloggerin #krebskämpferin #krebsbewältigung #frauenselbsthilfekrebs

Empfehlung von Herzen ♥️

Wenn man so überraschend noch mal Thema in einem Interview wird, dann muss ich das glatt hier teilen.

Aus der Reihe „Annette fragt …“ bei der ich ja auch schon zu Gast war, das Interview mit Michaela Theede.

Lest selbst und folgt dann dem Link:

Löw*innen 🦁 leben im Rudel.

Oder treffen sich in der Mutlöwinnen-Community 🦁 von und mit und um Shila Driesch alias Die Mutlöwin 

Dort kreisten Michaela Theede und ich umeinander herum, beschnupperten uns und schmiedeten gemeinsame Jagd- bzw. Interviewpläne für unsere Inteviewprojekte.

Ich durfte mich und meine Geschichte neulich im Rahmen von krebsifragtkrebsi schon auf Michaelas Blog vorstellen. Heute verkünde ich mich lautem Löwinnengebrüll 🦁, dass sich Michaela bei annettefragt auf InfluCancer eingefunden hat.

Michaela ist eine löwenstarke Powerfrau, die sich weder von einer Brustkrebsdiagnose inklusive Angelina-Jolie-Effekt noch von Asthma und Osteoporose und schon gar nicht von einem Treppensturz mit einem Totalschaden namens Sprunggelenksfraktur stoppen lässt.

Voller Löwenmut 🦁 sucht und findet Michaela stetig neue Aufgabenfelder, über die es sich in einem Interview zu reden lohnte.
So hat die gelernte Bürokauffrau 2021 den Weg in die Selbständigkeit gewagt und ist als virtuelle Assistentin für Büromanagement und Marketing tätig. Außerdem hat sie einen Buchblog, auf dem sie sehr regelmäßig Buchrezensionen veröffentlicht.  Zudem ist sie mittlerweile auch als Achtsamkeits- und Meditationstrainerin buchbar.

Und als wäre das alles nicht schon genug, setzt sich Michaela mit voller Löwinnenpower 🦁 für die Frauenselbsthilfe Krebs ein. Sie ist dort in der Onlineselbsthilfegruppe Netzwerk FSH Onliner aktiv und gerade dabei, eine Präsenzgruppe aufzubauen. 

Doch Michaela kann nicht nur löwig-laut 🦁 und löwig-schnell 🦁. Als Sonnenblumenfreundin, Bastelfan, Strickliesel und Leseratte ist sie durchaus auch mäusisch-leise und schneckig-langsam am Start.

Ich schüttel´ meine Mähne vor Freude über das löwenmutige Interview 🦁 mit Michaela Theede. Klickt euch doch direkt mal rüber zu unserem Mutlöwinnentalk 🦁 auf meinen Blog.

https://www.influcancer.com/blog/annette-fragt-michaela-theede/

 

Wegbegleiter – Familie

Während meiner Brustkrebserkrankung und auch in der ganzen Zeit danach, habe ich viele tolle Menschen kennenlernen dürfen, die mein Leben begleitetet haben oder es noch tun.

Menschen, die zu Freunden geworden sind.

Menschen, die mich ausgebildet haben.

Menschen, die mich bestärkt haben.

Menschen, die mir den Weg bereitet haben oder mich ins kalte Wasser schupsten.

Diesen Menschen soll hier ein Gesicht gegeben werden, eine Möglichkeit sie für euch mit meinen Worten und meinem Erlebten vorzustellen.

Eine Möglichkeit zu zeigen, dass es sie gibt, die Gemeinschaft, Freundschaft auch in der online Welt.

Den ersten Post widme ich meiner Familie.

Familie ist der wichtigste Wegbegleiter für mich gewesen.

Allen voran mein damals noch zukünftiger Mann, mein Sohn und meine Eltern.

Mein Mann war von Anfang an mit eingebunden. Er war am Tag der Diagnoseverkündung dabei, hat mir die Haare rasiert als diese sich wie Lemminge vom Kopf stürzten, er hat den Haushalt geführt und tut das auch immer noch und versucht mir jeden Wunsch gerade während der Chemo von den Lippen abzulesen.

Für ihn ganz sicher keine einfache Situation, denn wir waren erst 2016 wieder zusammen gekommen und Mitte 2018 bin ich erkrankt. Er hätte auch gehen können! Statt dessen blieb er tapfer an meiner Seite, hat mir gegenüber nur selten seine Ängste und Sorgen gezeigt und wir haben dann im September 2021 geheiratet.

Mein Sohn war mir eine Hilfe mit seiner Art mit dem Krebs umzugehen. „Wenn der Doc gesagt hat, es ist heilbar, dann schaffst du das Mutti!“

Was ein Satz. Was für eine Ansage. Mitten in der Pubertät, gerade die Scheidung der Eltern verdaut und am ersten schlimmen Liebeskummer knabbernd, stand er mir gegenüber und verkündetet genau diesen Satz.

Für ihn war ich oft Frau Propper und wir haben so manches Mal gewitzelt ob die Politur für seine Kegelkugeln nicht auch was für meinen Glatze wäre. Seinen Schulfreunden hat er mich als Captain Jack Sparrow vorgestellt, weil ich im Sommer ausschließlich lockere Tücher trug. Es gab dem ganzen Geschehen immer etwas Leichtigkeit.

Um so glücklicher bin ich, dass er seinen Weg gemacht hat. Schulabschluss geschafft, Ausbildung geschafft. Inzwischen ist er stolzer Berufskraftfahrer und wohnt seit 2 Jahren in seiner eigenen Wohnung.

Keine Selbstverständlichkeit.

Ja und dann sind da noch meine Eltern, zum damaligen Zeitpunkt 83 und 68 Jahre alt. Beide gesundheitlich selbst gebeutelt, haben sie alles möglich gemacht, um für mich da zu sein und mir zu helfen.

Meine Papa ist nicht nur einmal mit seinen 83 Jahren früh morgens mit mir zur Chemo gefahren. Es war seine Möglichkeit etwas zu tun. Mama hat gekocht, leckere Dinge vom Bäcker organisiert, geschaut das ich mich im Garten nicht verausgabe und vieles mehr.

Beide hatten sicherlich sehr sehr viel Angst um ihre Tochter, es ging ja auch selten nach Plan bei mir. Aus einer OP wurden drei, der Portkather riss ab und die Eierstöcke mussten auch noch raus. Am Ende der Therapie war klar, ich kann nicht mehr arbeiten und das im Alter von 42!

Ich bin froh über diese Familienbande und inzwischen ist es an mir, für meine Eltern dazu sein, denn jetzt benötigen sie zunehmend Hilfe.

Aus meiner Arbeit in der Frauenselbsthilfe Krebs und als psychoonkologische Begleiterin weiß ich, das Rückhalt in der Familie keine Selbstverständlichkeit ist, weil die Familie eventuell zerrüttet ist oder weil es keine Angehörigen mehr gibt.

Gerade dann werden Freunde und Selbsthilfegruppen wichtig, aber das sind Themen für die nächsten Folgen.

Deine Anett

 

 

Wegbegleiter

Neues Format ab 2025!

Lange habe ich überlegt ob und vor allem wie ich das umsetzen kann.

Während meiner Brustkrebserkrankung und auch in der ganzen Zeit danach, habe ich viele tolle Menschen kennenlernen dürfen, die mein Leben begleitetet haben oder es noch tun.

Menschen, die zu Freunden geworden sind.

Menschen, die mich ausgebildet haben.

Menschen, die mich bestärkt haben.

Menschen, die mir den Weg bereitet haben oder mich ins kalte Wasser schupsten.

Diesen Menschen soll hier ein Gesicht gegeben werden, eine Möglichkeit sie für euch mit meinen Worten und meinem Erlebten vorzustellen.

Eine Möglichkeit zu zeigen, dass es sie gibt, die Gemeinschaft, Freundschaft auch in der online Welt.

Lasst euch überraschen, wer hier alles zu sehen sein wird.

Folgt mir gern und abonniert am besten den Blog, um keinen Post zu verpassen.

Eure Anett