Juni – ein Monat voller Highlights

Hier war es still.

Nicht, weil nichts passiert ist – ganz im Gegenteil.
Das Leben, das Ehrenamt und meine Familie hatten mich fest im Griff.

Der Juni ist einfach immer voll. Voller Termine, voller Begegnungen, voller Highlights.

Gleich zu Beginn stand die Landestagung des Landesverbandes Sachsen e.V. der Frauenselbsthilfe Krebs an – inklusive 35-jährigem Jubiläum.
Wohlfühltag mit der Vogtlandklinik Bad Elster, Modenschau für LaMesma, Wahlen…
Vier intensive, erfüllende Tage.

Vom 10. bis 13. Juni war ich dann in München beim Senologie-Kongress unterwegs.
Ich durfte die Frauenselbsthilfe Krebs vertreten und am Samstag sogar selbst sprechen – auf einem Symposium über Best Practice zwischen Rehaklinik und Selbsthilfe.

Kongresse sind immer ein bisschen alles auf einmal:
Wiedersehen mit bekannten Gesichtern, neue Kontakte knüpfen, Inspiration tanken – und gleichzeitig die eigenen Akkus ganz schön strapazieren.
Pausen sind da kein Luxus, sondern Pflicht.

Das absolute Highlight im ersten Halbjahr war aber ganz klar das schön&stark-Fotoevent.
Nach einem Jahr Pause endlich wieder da.

Frauen, die von Krebs betroffen sind, im schwarzen Schlüppi vor der Kamera.
Begegnungen, Gespräche, neue Erfahrungen – und nicht selten der Anfang von echten Freundschaften.

Zu den einzelnen Highlights folgen übrigens noch separate Posts – da nehme ich euch nochmal ausführlicher mit.

Jetzt heißt es: durchatmen.
Zumindest so gut, wie es der Pflegealltag zulässt.

Ein bisschen Garten, ein bisschen Schreiben, neue Ideen spinnen, Kooperationen anstoßen, Urlaub in Schweden planen –
und vor allem: Sommer genießen.

Und ihr so?

8 Jahre!

8 Jahre nach der Diagnose Brustkrebs.

8 Jahre Therapie, Nebenwirkungen und Spätfolgen.

8 Jahre nach der Diagnose Brustkrebs.

8 Jahre Therapie, Nebenwirkungen und Spätfolgen.

8 Jahre, in denen ich mich nicht nur mit meinem Körper, sondern auch mit Formularen, Anträgen und so manchem Ärger mit Ämtern auseinandersetzen musste.

Aber diese 8 Jahre sind so viel mehr als das.

Sie sind
8 Jahre Leben.
8 Jahre Liebe.

8 Jahre voller neuer Wege, neuer Perspektiven und Aufgaben, die ich mir früher nie hätte vorstellen können.

8 Jahre, in denen ich gewachsen bin – manchmal gezwungenermaßen, aber oft auch aus eigener Kraft.

Ich habe gelernt, was wirklich zählt.
Ich habe gelernt, auf mich zu hören.
Und ich habe erlebt, wie viel Stärke in mir steckt – selbst an Tagen, an denen ich dachte, ich hätte keine mehr.

Heute blicke ich zurück – nicht nur auf das, was schwer war, sondern vor allem auf das, was mich getragen hat:
Menschen, die an meiner Seite waren.
Momente, die mich haben lächeln lassen.

Und die Möglichkeit, etwas zurückzugeben – im Ehrenamt, im Miteinander, im Leben.

8 Jahre. Nicht nur überstanden.Sondern gelebt.

Cancer Survivors Week Tag 2

Langzeitüberleben Alltag

Langzeitüberleben bedeutet oft, dass einige Therapien weitergeführt werden müssen.

Ich zum Beispiel muss wegen meines Lymphoedems zweimal wöchentlich zur Lymphdrainage bei meiner lieben Manuela Sanne.
Es bedeutet bei mir Kompressionsversorgung tragen und Selbstmanagement und das ein Leben lang.

Einige müssen weiterhin Medikamente nehmen, um den Therapieerfolg zu erhalten, um Nebenwirkungen oder Spätfolgen zu mindern.
Auch das gehört zum Langzeitüberleben.

Krebs spielt zum Glück nicht täglich die große Rolle, aber manchmal gibt er sich einen Auftritt auf großer Bühne – Rezidiv Angst, Angst vor Neuerkrankung, alte Gefühle kommen wieder hoch, wenn die Nachsorge ansteht.
Auch das ist Langzeitüberleben.

Aber Langzeitüberleben ist vor allem, das Leben leben, das Leben lieben, die kleinen Dinge wertzuschätzen und in meinem Fall Erfahrungen und Wissen weitergeben.

Das heutige Video findest du hier:

https://youtu.be/jsegz-6QdI0?is=ZrDikxFu979sCbu6

Pink Walk 2026 – Gemeinsam Schritte sammeln für mehr Brustkrebs‑Awareness

Vom 1. bis zum 31. Mai 2026 findet bereits zum vierten Mal der Pink Walk statt – und auch in diesem Jahr heißt es wieder: Bewegung zeigen, Zeichen setzen und gemeinsam aktiv sein.

Der Pink Walk lädt jedes Jahr im Mai dazu ein, täglich 10.000 Schritte zu gehen. Im Mittelpunkt steht dabei die pinkfarbene Schleife, das weltweite Symbol für Brustkrebsaufmerksamkeit, sowie unsere eigene Gesundheit. Denn inzwischen ist wissenschaftlich belegt: Regelmäßige Bewegung kann das Brustkrebsrisiko deutlich senken.

Gemeinsam laufen – gemeinsam stark sein

Mit dem Pink Walk möchten wir nicht nur auf die Bedeutung der Brustkrebs‑Früherkennung aufmerksam machen, sondern auch zeigen, wie wichtig Bewegung im Alltag ist. Ganz bewusst erstreckt sich die Challenge über einen ganzen Monat – denn wer sich erst einmal an tägliche Bewegung gewöhnt hat, integriert sie viel leichter dauerhaft ins Leben.

Mach mit FreundInnen, KollegInnen oder der Familie mit, motiviert euch gegenseitig und erlebt, wie viel Spaß gemeinsame Ziele machen können.

Unterstützen – auch ohne selbst zu laufen

Du möchtest die Initiative unterstützen, kannst aber selbst nicht aktiv am Pink Walk teilnehmen? Kein Problem!
Du kannst ganz einfach TeilnehmerInnen beim Schrittegehen unterstützen, indem du einen Betrag pro gelaufene Kilometer spendest. So motivierst du nicht nur die LäuferInnen, sondern setzt gleichzeitig ein wichtiges Zeichen für Brustkrebs‑Awareness und Prävention.

Ich laufe im Team FSH

In diesem Jahr sind wir als Team FSH dabei – und freuen uns über jede einzelne Person, die mitmacht.
Egal ob Mitglied, SympathisantIn oder ohne direkte Verbindung zur FSH: Jede und jeder ist herzlich willkommen.

Denn je mehr wir sind, desto stärker ist unser Zeichen.

👉 Lade gerne FreundInnen, Familie, KollegInnen oder Bekannte ein und werde Teil unseres Teams.
Hier geht es zur Gruppe beim Pink Walk 2026:
🔗 https://www.pink-walk.de/join/FrauenselbsthilfeKrebs

Lass uns gemeinsam gehen – für unsere Gesundheit und für mehr Aufmerksamkeit.

Selbsthilfe in der Rehaklinik – warum wir regelmäßig vor Ort sind


Mehrmals im Jahr fahre ich in die Vogtlandklinik Bad Elster, um dort die Möglichkeiten der Selbsthilfe vorzustellen.
Meine Kollegin Marion ist sogar monatlich mit einem Infostand vor Ort. Viele fragen uns:

Warum macht ihr das eigentlich?
Die Antwort ist einfach – und gleichzeitig tief berührend.

🌿 Wenn der Körper zur Ruhe kommt, spricht die Seele lauter

Nach der Akuttherapie beginnt für viele Betroffene in der Reha eine ganz neue Phase. Der medizinische Druck lässt nach, Termine werden weniger, der Alltag rückt in die Ferne. Plötzlich ist Raum da – Raum zum Nachdenken, zum Fühlen, zum Verarbeiten.

Und genau in diesem Moment spüren viele:
Der Austausch mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben, tut gut.
Er entlastet, verbindet, stärkt.
Doch wo findet man diese Menschen?

🤝 Hier setzt Selbsthilfe an

Die Frauenselbsthilfe Krebs – und natürlich die vielen anderen Selbsthilfeorganisationen – bieten eine Fülle an Gruppen, Angeboten und Begegnungsmöglichkeiten. Für fast jede Lebenssituation gibt es passende Unterstützung.

Denn wenn der Alltag zurückkehrt, tauchen Fragen auf, die in keinem Arztgespräch vorkommen.
Momente, auf die einen kein Lehrbuch vorbereitet.

Gefühle, die nur jemand versteht, der sie selbst erlebt hat.

DU BIST NICHT ALLEIN.

Und genau das spürt man in der Selbsthilfe.

🌸 Warum der Zugang oft erst später gelingt?

Natürlich wäre es ideal, schon mit der Diagnose den Weg in die Selbsthilfe zu finden. Viele Kliniken geben ihren Patientinnen und Patienten heute bereits umfangreiches Material mit.

Doch Hand aufs Herz:
Im Strudel aus Terminen, Diagnostik, Therapie und der schlichten Tatsache „Ich habe Krebs“ bleibt dafür oft kein Raum.
Auch ich selbst habe das damals erst einmal zur Seite geschoben.

Erst während und nach meiner Reha wurde ich offen dafür. Ich habe bewusst nach Angeboten gesucht – und gefunden, was mir gefehlt hatte: Gemeinschaft, Verständnis, Mut.

🌼 Deshalb sind wir in den Kliniken präsent

Mit unseren regelmäßigen Terminen möchten wir zeigen:

  • Selbsthilfe ist nicht altbacken.
  • Selbsthilfe ist lebendig, unterstützend und wohltuend.
  • Selbsthilfe zeigt Wege auf – zurück ins Leben, das weitergeht.
    Vielleicht anders als vorher, aber dennoch voller Möglichkeiten.

Wir möchten Mut machen, Türen öffnen und zeigen:
Es gibt Menschen, die dich verstehen. Es gibt Wege, die du nicht allein gehen musst.

Melde dich gern bei mir, wenn du Fragen hast.


Und jährlich grüßt das Murmeltier

Kontrolluntersuchung – Nachsorge

Einmal im Jahr ist es wieder soweit: Ultraschallkontrolle Brust und Brustkorb!

Für die Ärztinnen und Ärzte reine Routine.
Für mich Ausnahmezustand!

Selbe Abteilung.
Selbe Stühle.
Dasselbe Untersuchungszimmer.
Und immer wieder derselbe Satz: „Da wird alles okay sein.“

Im Juni 2018 war es das nicht.
Mein Bauchgefühl wusste es.
Meine eigenen Hände wussten es.
Nur mein Kopf wollte es nicht wahrhaben.

Seitdem sitze ich jedes Jahr wieder hier.
Für viele ist es eine einfache Kontrolle.
Für uns Krebspatienten ist es ein Flashback – ein Strudel aus Angst, Hoffnung, guten Wünschen und der Möglichkeit, erneut auf hart dem Boden der Realität zu landen.

Alles ist vertraut und trotzdem voller Unbehagen.
Ich bin froh, wenn ich endlich dran bin.
Froh, wenn ich mit einem stabilen, tumorfreien Befund nach Hause gehen darf.

Und doch bleibt da dieses Wissen:
Er könnte jederzeit zurückkommen, der olle Horst mit seinem Gefolge.

Kopfkino at its best.

Auch dieses Jahr wieder Glück gehabt.
Alles unverändert – und das im 7. Jahr.


Ich bin einfach nur unendlich dankbar.

Es ist wieder Pinktober

Es ist wieder der 1. des Monats!
Es ist Oktober!
Es ist Brustkrebsmonat.

Täglich sterben 51 Frauen in Deutschland an Brustkrebs und dessen Folgen.

Frauen wie du und ich!
Frauen mit Familien, mit Freundinnen, mit Eltern .

Auch Männer sind von Brustkrebs betroffen!

Deswegen:

TASTE DICH EINMAL IM MONAT AB EGAL WELCHEM GESCHLECHT DU DICH ZUGEHÖRIG FÜHLST!

Wenn du zu den Vertretern mit Hoden gehörst, dann gehören die ebenso abgetastet.

NUTZE DIE VORSORGEANGEBOTE DER KRANKENKASSEN.

KREBS KANN JEDEN TREFFEN, frühzeitig erkannt, ist er gut behandelbar.

#Pinktober #Brustkrebs #brustkrebsmonat #BrustkrebsAwareness #vorsorge

Talk about Cancer Day

Heute ist Talk about Cancer Day!

Seit meiner Brustkrebs Diagnose im Juni 2018 tue ich auf meinem Blog, in Social Media, im Privatleben und in der Frauenselbsthilfe Krebs nichts anderes.

ICH REDE ÜBER KREBS!

Mag den ein oder anderen nerven, manche finden es auch befremdlich, einige meinen auch „Hey, nun hör doch mal auf, du hast keinen Krebs mehr!“

ICH MACHE WEITER!

Es gibt noch immer zu viele Tabus.
Zu viele Betroffene, die allein im Regen stehen.
Zu viel Unwissen über das Leben nach dem Krebs.

#talkaboutcancer #krebsbloggerin #krebskämpferin #krebsbewältigung #frauenselbsthilfekrebs

Zu Gast bei Kendra „Krebs als zweite Chance“

Kurz vor meinem Urlaub durfte ich noch Gast bei Kendra Zwiefka von „Krebs als zweite Chance“ sein.

Beide sind wir im Juni 2018 an Brustkrebs erkrankt, beide sind wir Krebsblogger und rund um das Thema aktiv auf Social Media.

Nun haben wir zusammen ein Podcastinterview gemacht.

Nehmt euch eine Stunde Zeit mit einem Kaffee oder Tee und hört euch an, was wir für Themen haben.

Wir sprechen ich über meinen Weg seit der Brustkrebs-Diagnose 2018:
👉 3 OPs, Chemo, Bestrahlung
👉 BRCA1-Mutation & Wechseljahre von 100 auf 0
👉 Lymphödem & Fatigue
👉 Depression & der lange Kampf um die Rente
👉 Warum Selbsthilfe (FSH) so viel mehr ist als „Jammern“
👉 Wie Achtsamkeit & Meditation echte Stärke geben – auch ohne Lotus-Sitz

Wir zeigen: Heilung ist mehr als körperlich – es geht um Psyche, Routinen & kleine Schritte.

Du findest das Interview auf Spotify, auf Apple Podcasts und als Video auf YouTube.

Weltkrebstag

Heute ist Weltkrebstag – auch ich gehöre seit Sommer 2018 zu den Betroffenen.

Kein Spaziergang, die 16 Monate Therapie mit nachfolgender Erwerbsunfähigkeit.

Könnt ihr ab hier nachlesen.

Was ich an Zeit und Kräften habe, investiere ich in meine ehrenamtliche Arbeit bei der Frauenselbsthilfe Krebs, um Betroffene mit meiner Erfahrung zu unterstützen.

Krebs ist heutzutage vielfältig behandelbar, das eine Schema für alle gibt es schon länger nicht mehr und das macht Hoffnung.

Damit du dein Risiko senkst oder dir das im besten Fall gar nicht erst widerfährt, geh zur Vorsorge, taste dich regelmäßig ab, achte auf dich.