Miniauszeit im Alltag – kleine Fluchten, die Großes bewirken

Kleine Auszeiten, Miniurlaube, kurze Fluchten aus dem Alltag – für mich sind sie unverzichtbar. Und das nicht erst, seit ich mich intensiv um meine Eltern kümmere. Gerade dann, wenn das Leben dichter, fordernder und emotionaler wird, brauchen wir Inseln der Ruhe. Momente, in denen wir kurz durchatmen und wieder bei uns selbst ankommen können.

Als Achtsamkeitstrainer habe ich einen ganzen Blumenstrauß an Möglichkeiten zur Verfügung. Einige davon möchte ich heute mit dir teilen – vielleicht ist ja auch eine Inspiration für deine eigene Miniauszeit dabei.

Die heissgeliebte Tasse Kaffee

Wer hier öfter liest, wird sich erinnern: Sie darf nicht fehlen – meine heissgeliebte Tasse Kaffee.
Nur ich und der Kaffee. Kein Handy. Kein Buch. Kein Fernseher.

Ich sitze einfach da, halte die warme Tasse in den Händen, genieße den Duft und den Geschmack. Mein Blick schweift umher, ohne Ziel, ohne Aufgabe. Jetzt im Frühling und Sommer besonders gern auf dem Balkon oder im Garten. Ein paar Minuten, die mir unglaublich viel zurückgeben.

Mein Garten – Zufluchtsort mit Erde unter den Fingern

Mein Garten ist mein persönlicher Rückzugsort. Ja, er bedeutet Arbeit – aber genau das stört mich nicht. Im Gegenteil.
Nichts entspannt mich mehr, als stupide hinter dem Rasenmäher herzulaufen oder mit den Händen in den Beeten zu buddeln. Die Bewegung, der Geruch der Erde, das sichtbare Ergebnis – all das erdet mich im wahrsten Sinne des Wortes.

Achtsamkeit durch die Linse

Und dann sind da noch die vielen Blüten und kleinen Tierchen, die ich so gern fotografiere.
Wenn ich die Kamera in der Hand habe, gibt es nur noch das Motiv. Volle Konzentration. Achtsames Entdecken von Details, Spielen mit Perspektiven und Licht, Ausprobieren verschiedener Blickwinkel.

In diesen Momenten bin ich ganz im Hier und Jetzt. Alles andere tritt in den Hintergrund.

Waldbaden für die Seele

Ganz bei mir bin ich auch im Wald. Die unzähligen Grüntöne, das Rascheln der Blätter, das Zwitschern der Vögel – und dieser ganz besondere Geruch. Die Terpene, die die Bäume abgeben, entfalten ihre wohltuende Wirkung ganz unbemerkt.

Je nach Stimmung laufe ich zügig oder ganz langsam. Manchmal brauche ich Bewegung, manchmal Stille. Beides darf sein.

Kreativ sein mit Gips

Langsam und vorsichtig werde ich auch, wenn ich mit Gips gieße und kreativ arbeite.
Die Formen sorgfältig füllen, warten, bis der richtige Moment zum Entformen gekommen ist. Behutsam lösen, damit alles heil bleibt. Und wenn schließlich alles getrocknet ist, darf die Kreativität freien Lauf nehmen.

Diese ruhigen, konzentrierten Tätigkeiten haben etwas Meditatives – sie bringen mich raus aus dem Kopf und rein ins Tun.

Miniauszeiten müssen nicht groß, teuer oder aufwendig sein. Oft sind es die kleinen Dinge, die uns wieder Kraft schenken, wenn wir ihnen bewusst Raum geben.

Welche Auszeiten gönnst du dir im Alltag?

Ich freue mich, wenn du deine Gedanken teilst.

Das kleine Glück finden – gerade dann, wenn alles schwer ist

In meinem Umfeld hagelt es gerade Nachrichten, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen: Rezidive, Metastasierungen, „austherapiert“ – dieses Wort, das sich anfühlt wie ein Schlag – und leider auch Todesfälle.
Etwas, womit ich in meiner Bubble leider öfter zu tun habe als der Ottonormalbürger.

Und doch.
Mitten in all dem Schweren, mitten in der Müdigkeit, der Traurigkeit, der Sorge, gibt es sie: diese kleinen, zarten Momente, die sich wie ein warmer Hauch auf die Seele legen.

Nicht das große Glück.
Nicht das „Alles wird gut“-Feuerwerk.
Eher wie ein Schmetterling am Wegesrand, der sich kurz neben dich setzt und dir ein Lächeln entlockt, obwohl du dachtest, heute gäbe es dafür keinen Platz.

Das kleine Glück ist leise – aber es ist da

Ich erinnere mich an die Corona-Pandemie, als unter dem Hashtag #3positiveDingesdesTages so viele Menschen begonnen haben, das Kleine zu sehen.
Ein Sonnenstrahl auf dem Küchenboden.
Ein gutes Gespräch.
Ein Lied, das plötzlich wieder Mut macht.
Ein Kaffee, der genau im richtigen Moment warm in den Händen liegt.

Damals haben wir kollektiv geübt, das Schöne nicht zu übersehen.
Inzwischen ist das im Sande verlaufen – verständlich, denn das Leben hat uns alle wieder eingesogen.

Aber ich finde: Gerade jetzt lohnt es sich, das wieder aufleben zu lassen.
Nicht als Challenge.
Nicht als toxische Positivität.
Sondern als sanfte Erinnerung daran, dass das Leben mehr ist als die Schwere, die uns manchmal umgibt.

Das kleine Glück muss nichts Großes sein

Es muss nicht laut sein.
Es muss nicht perfekt sein.
Es muss nicht einmal lange dauern.

Das kleine Glück ist:

  • der Moment, in dem die Katze sich an dich schmiegt
  • der Duft von Regen auf warmem Asphalt
  • ein Satz, der dich berührt
  • ein Lachen, das du nicht erwartet hast
  • ein Mensch, der einfach da ist
  • ein Abendhimmel, der dich kurz staunen lässt
  • ein Atemzug, der leichter fällt als der davor

Es sind diese Mini-Momente, die uns daran erinnern, dass wir noch fühlen, noch leben, noch verbunden sind.

Warum wir das Kleine brauchen?

Gerade in der Krebs-Community, gerade in Zeiten, in denen Nachrichten schwerer wiegen als sonst, brauchen wir diese kleinen Lichtpunkte.
Sie sind kein Wegschauen.
Sie sind kein „Alles ist gut“.
Sie sind ein „Ich halte mich fest an dem, was mich trägt“.

Das kleine Glück ist wie ein Anker.
Wie ein leises „Ich bin noch da“.
Wie ein Faden, der uns durch die dunkleren Tage zieht.

Vielleicht sollten wir wieder damit anfangen

Vielleicht sollten wir wieder teilen, was uns gut tut.
Vielleicht sollten wir wieder hinschauen, wo das Leben uns kleine Geschenke hinlegt.
Vielleicht sollten wir wieder üben, das Schöne zu sehen – nicht, weil das Schwere verschwindet, sondern weil wir beides tragen dürfen.

Ich fange heute wieder damit an.
Mit einem kleinen Moment.
Mit einem kleinen Glück.

Und du?

Mein persönliches Ostern – sieben Jahre später


Im März vor sieben Jahren lag ich im Krankenhaus und hatte meine erste brusterhaltende Operation.
Horst flog raus.
Ein Abschied, bei dem ich keine Träne vergossen habe – und das sagt eigentlich schon alles.

Was ich damals nicht ahnte:

Während ich mich von diesem ungebetenen Untermieter verabschiedete, begann gleichzeitig etwas Neues. Neben mir lag eine Frau, die am selben Tag operiert wurde, ein ähnliches Schalentier verabschiedet hatte und mit der ich sofort eine Verbindung spürte. Aus dieser zufälligen Bettnachbarschaft ist eine Freundschaft entstanden, die bis heute hält. Manchmal schenkt das Leben einem genau dann Menschen, die bleiben, wenn man selbst gerade dabei ist, so vieles loszulassen.

Der Plan, der keiner blieb

Ich war fest davon überzeugt, dass ich den Krebs los sein würde, die Bestrahlung noch durchziehe, zur Reha fahre und dann langsam wieder in meinen Beruf zurückkehre.
Ein klarer Weg. Ein Plan, der sich gut anfühlte.

Doch das Leben hatte andere Ideen.

Schon bald zeigte sich ein Lymphödem am rechten Arm. Weitere Operationen folgten. Und aus dem „Zurück in den Job“ wurde ein zäher Kampf um die Erwerbsminderungsrente bis 2021.
Es war, als würde ich durch einen Nebel irren, in dem die alten Wege plötzlich verschwunden waren.

Warum ich das alles schreibe?

Wir feiern Ostern. Und obwohl ich nicht gläubig bin, berührt mich dieser Gedanke von Neubeginn jedes Jahr aufs Neue. Für mich ist Ostern weniger ein religiöses Fest, sondern vielmehr ein Symbol für das Erwachen der Natur, für das erste zarte Grün nach dem Winter, für den Frühling.

Und ohne anmaßend sein zu wollen:
Der März 2019 war mein persönliches Ostern.

Ich musste mich verabschieden – von meinem alten Leben, meinem Beruf, meiner Arbeitsfähigkeit, meiner früheren Zuverlässigkeit. Und leider auch von Menschen, die mich auf diesem neuen Weg nicht begleiten konnten oder wollten.

Doch gleichzeitig begann etwas Neues.
Ein Weg, der nicht geplant war, aber sich nach und nach zeigte.
Ein Weg, der mich zu mir selbst zurückgeführt hat – zu meinen Kapazitäten, zu meiner Kreativität, zu meiner Fähigkeit, andere zu begleiten.

Ein Neubeginn, den ich nicht gesucht habe – aber der mich verändert hat

Den Krebs hätte ich wirklich nicht gebraucht!
Aber er hat mir – bei allem Schmerz, bei aller Erschöpfung – auch eine Chance gegeben.
Eine Chance, mein Leben neu zu ordnen.
Eine Chance, milder mit mir zu werden.
Eine Chance, ein Kapitel zu öffnen, das ich sonst vielleicht nie betreten hätte.

Heute, sieben Jahre später, schaue ich auf diesen März zurück wie auf einen Wendepunkt.
Nicht glorifiziert, nicht verklärt – aber mit einem tiefen Verständnis dafür, dass Abschiede manchmal der Anfang von etwas sind, das wir uns noch gar nicht vorstellen können.

Und vielleicht ist das der eigentliche Zauber des Frühlings:
Er erinnert uns daran, dass selbst nach den härtesten Wintern etwas Neues wachsen kann.

Leben nach Krebs – anders, aber nicht weniger lebenswert


„Leben nach Krebs“ – ein Thema, das man aus vielen verschiedenen Blickwinkeln beleuchten kann. Denn jede*r von uns trägt eine eigene Wahrheit in sich. Und ja: Nach dem Krebs ist das Leben anders. Punkt.

Bei mir bedeutet „anders“ zum Beispiel: ohne Brüste, ohne Eierstöcke, mit 42 Jahren in die Wechseljahre geschleudert und stolze Besitzerin bunter Kompressionsärmel an beiden Armen. Dazu Depressionen, Fatigue und eine Berentung, die ich mir so nie ausgesucht hätte.

Klingt erst einmal düster, oder?

Doch das ist nur die Oberfläche. Die Fakten. Nicht die ganze Geschichte.


Was ich durch den Krebs gelernt habe

Für eine Buchrecherche wurde ich einmal gefragt:
„Was hast du durch den Krebs gelernt?“

Meine spontane Antwort:
„Socken stricken.“

Wir haben herzlich gelacht – denn das war nicht die Art Erkenntnis, die man erwartet. Aber es war eine meiner Wahrheiten. Und es blieb nicht bei den Socken.

Ich habe gelernt:

  • Socken stricken (ja, das bleibt ganz oben)
  • wie stark mein Körper ist
  • wie stark meine Beziehung ist
  • Hilfe einzufordern – und sie anzunehmen
  • was echte Freundschaft bedeutet
  • NEIN zu sagen
  • MeTime nicht nur zu planen, sondern zu leben
  • wie wertvoll mein Ehrenamt in der FSH ist

Ich bin selbstbewusster geworden. Mutiger. Freier.

Ich fahre inzwischen allein mit dem Zug zu Workshops und Kongressen – und bin 2021 sogar ganz entspannt in Fulda an Chris de Burgh vorbeispaziert. Ich gebe zu, ich hab ihn nicht gleich erkannt.
Früher hätte ich mich das nie getraut.


Ich gebe weiter, was ich gelernt habe

Heute begleite ich andere Betroffene, teile meine Erfahrungen, helfe, wo ich kann – und kenne endlich meine Grenzen.
Ich bin Achtsamkeitscoach, psychoonkologische Begleiterin und virtuelle Assistentin. Drei Rollen, die mich erfüllen und gleichzeitig flexibel genug sind, um meine Kräfte zu schützen.

Für die Zukunft habe ich noch einige Kurse im Blick. Dank Fernstudium und Onlineformaten kann ich in Miniportionen lernen – abends, wenn andere schon vor dem Fernseher eingeschlafen sind. Und alles, was ich lerne, hilft nicht nur mir, sondern auch anderen.

Dinge, die ich ohne den Krebs vermutlich nie getan hätte.


Neue Menschen, neue Wege, neues Ich

Ich habe wunderbare Menschen kennengelernt, die ich ohne die Erkrankung nie getroffen hätte.
Und ja – Horst (so nenne ich meinen Krebs) hat mit Pauken und Trompeten in meinem Leben aufgeräumt. Anfangs war das schmerzhaft. Ich habe ständig zurückgeschaut, auf das, was nicht mehr möglich war.

Heute schaue ich nach vorn.

Die Vergangenheit kann ich nicht ändern.
Aber mein Leben im Jetzt – das kann ich gestalten.

Ich freue mich über jeden guten Tag.
Die weniger guten nehme ich an.
Sie gehören zu mir.
Sie sind der Preis dafür, dass ich noch hier bin.

Ich genieße kleine Dinge, die Zeit mit meiner Familie, mit Freund*innen – und entdecke mich selbst immer wieder neu.


Das Leben ist schön. Auch mit oder nach Krebs.

Anders, ja.
Aber nicht weniger lebenswert.


Zu Hause – wo es am schönsten ist

Mutti ist wieder zu Hause.
Endlich!

Zehn Wochen Krankenhaus und Kurzzeitpflege liegen hinter uns.
Zehn Wochen, in denen es tageweise auf Messers Schneide stand.
Zehn Wochen voller Sorgen, Hoffen, Bangen.
Und gleichzeitig zehn Wochen, in denen wir eine ganz besondere Mutter-Tochter-Zeit erlebt haben — intensiv, nah, kostbar.

Jetzt ist sie wieder da, in ihren eigenen vier Wänden.

Mit ihrem vertrauten Kühlschrank, der immer ein bisschen zu gut gefüllt ist.

Mit ihrem Zuhause-Geruch, den kein Krankenhaus der Welt ersetzen kann.

Mit ihrem Mann, mit uns und mit dem Nachbarskater – einfach mit uns.

Mit ihrem Bett — na ja, fast. Denn nun steht dort ein Pflegebett, das uns daran erinnert, dass sich etwas verändert hat.

Denn „zu Hause“ ist jetzt anders.
Es ist ein Zuhause mit Hilfsmitteln, mit neuen Abläufen, mit Routinen, die wir erst finden müssen.
Ein Zuhause, das uns herausfordert und gleichzeitig trägt.

Für meinen Papa bedeutet es, gemeinsam einen neuen Rhythmus zu entwickeln. Den Alltag neu zu sortieren.
Manches anzupassen, anderes loszulassen.
Und trotzdem immer wieder zu spüren: Wir schaffen das. Zusammen als Familie!

Trotz aller Veränderungen bleibt eines unverrückbar:
Zu Hause ist zu Hause.

Und genau darüber sind wir gerade unendlich glücklich und dankbar.

Krebsfreundschaften

Neulich habe ich gelesen:

Ohne den Krebs, hätte ich viele liebe Menschen nicht kennengelernt.

Wohl wahr!

Ab Diagnose bis jetzt 7 Jahre danach, habe ich viele liebe Menschen kennengelernt, die ich ohne dieses Setting nicht getroffen hätte.

Wie so Vieles, was ich ohne den Krebs nie gewagt, erlebt oder erfahren hätte.

Wir sind eine Gemeinschaft von Menschen, die durch ihre Diagnose alle im selben Boot sitzen. Manch einer nur als Passagier, manch einer am Ruder, ein paar leider auch am Ausstieg. Alle teilen das gleiche Schicksal, keiner hat es sich ausgesucht oder gewünscht, alle müssen wir da durch.

Krebsfreundschaften sind etwas besonderes, oft kostbar und manchmal leider zeitlich begrenzt. In dem Wissen pflegen wir sie und es sind uns oft Mühen oder Kilometer unwichtig, wenn es gilt füreinander da zu sein.

Deswegen war ich heute in Chemnitz, um Francesca zu treffen, die ihrerseits zum Abschied im Hospiz eine Freundin besucht hat.

Francesca ist meine Kämpferin, den Brustkrebs überwunden, stellt sie sich zum zweiten Mal einem Sarkom und obwohl sie gerade wieder in Therapie ist, fährt sie ihre Freundin besuchen. Da konnte ich nicht nein sagen, als sie fragte ob wir uns treffen. Auch, weil ich sie ein bisschen auffangen möchte nachdem sie bei ihrer Freundin war.

Auch wenn ich euch allen solch bedingungslosen und engen Freundschaften von Herzen wünsche, so möchte ich, dass es keine Krebsfreundschaften sind.

Es ist Brustkrebs Monat!

Informiert euch!

Nehmt die Vorsorgeangebote der Krankenkassen war.

Tastet euch ab!

Krebs macht keine Unterschiede!

Krebs kann jeden treffen!

Coachie auf eigenen Füßen

Coach ist kein geschützter Begriff und trotzdem coache ich! Coach ist ja auch nur das englische Wort für Trainer und ich bin Achtsamkeitstrainer.

Ich berate, begleite, gebe Denkanstöße und manchmal auch den berühmten Tritt in den Po. Ich bin hartnäckig, sage auch unverblümt die Wahrheit, fange aber auch auf und richte das sprichwörtliche Krönchen.

Seit über zwei Jahren begleite ich so meine liebe Michaela, begonnen mit der Rauhnachtsbegleitung, über ein paar Tage bei ihr vor Ort und über fast täglichen Kontakt per WhatsApp.

Wir sind Freundinnen geworden, nicht nur weil wir gesundheitlich im gleichen Boot sitzen. Wir ticken ähnlich und irgendwie kreuzen sich unsere Wege auch immer wieder.

Und jetzt darf ich voller Stolz verkünden, dass meine Ela nach Abschluss ihrer Ausbildung bei Sunita Ehlers ihr Herzensprojekt umgesetzt und veröffentlicht hat.

7 Wochen Achtsamkeitskurs

Ich bin so stolz sag ich euch!

Und ich empfehle ihr Angebot wirklich von Herzen ♥️

Aktuell werden auch Testkunden gesucht:

Wenn du also interessiert bist oder jemanden kennst, der jemanden kennt – na du weißt schon, dann gerne teilen.

Und wenn ich dir helfen kann, dann melde dich gern.

Als Achtsamkeitstrainer, Waldbadenkursleiter und Psychoonkologischer Begleiter kann ich dir auf vielfältige Art und Weise DEINEN Weg zeigen und etwas weniger holprig machen.

Beitragsreihe mit Soraya Frie

Stell dir vor, du hast als Krebspatientin ein Rendezvous mit deinem Kleiderschrank.

What????

Auch für Krebspatienten in und nach der Therapie ist Kleidung, Stil und äußere Erscheinung wichtig. Stellt es doch ein wichtiges Puzzleteil für Wohlfühlen dar.

Soraya und ich kennen uns jetzt ein gutes Jahr, arbeiten seit diesem Jahr zusammen – ich darf ihren Newsletter mit Achtsamkeits-Tipps bereichern.

Am Herzen liegen Soraya Frauen mit und nach Krebs und da kam uns die Idee für eine Beitragsreihe.

Der erste Teil ist nun online, schaut doch gern mal auf Sorayas Blog vorbei und folge uns.

Du findest Soraya auf LinkedIn, Facebook und natürlich auf ihrer Website.

Viel Freude beim stöbern.

Krebs bestimmt nicht mein Leben!!!

Oft bedanken sich Follower, Leser, Freunde für meine Beiträge, weil das Arbeit für mich ist und Zeit, Nachdenken und Recherche erfordert .


Es ist eine Arbeit, die ich gerne mache und die ich als meine Berufung ansehe.


Zu viele Geschichten, Gerüchte, Unwissen und Unsicherheit sind noch zum Thema Krebs in den Köpfen.
Ich möchte informieren, ermutigen, Ängste nehmen, Erfahrungen teilen und Tipps geben.


Und es ist auch eine Art Verarbeitung für mich.
Recherchen erfordert es nicht immer. Meist kommt mir eine Idee spontan und wird zum Text oder ich bekomme den Anstoß durch Antworten oder was ich selbst so im Netz lese.

Manche bewundern auch, dass ich mich nach überstandener Erkrankung trotzdem in der Krebs Bubble bewege und quasi immer damit beschäftige.


Horst war Teil meines Lebens 2018 und 2019, jetzt ist er tot, von uns gegangen, fachgerecht entsorgt oder er guckt irgendwo in der Pathologie doof aus dem Glas.


Natürlich denke ich darüber nach, wenn ich zur Kontrolle bin oder auch bei manchen Beiträgen, aber nie so das das Thema alles bestimmt.

Natürlich habe ich Angst vor Rezidiven, ganz neuer Erkrankung und schlechter Prognose.

ABER:

Krebs bestimmt nicht mein Leben!!!

Höchstens Teile meines Terminplanes und die meiste Behördenpost. Obwohl da sind es auch die Nebenwirkungen und Nachwirkungen und nicht der Krebs selbst.

So habe ich das auch schon während der Therapie gehalten.


Claudia Altmann-Pospischek beschreibt es so: „der Krebs ist auf meiner Lebensfahrt mein Beifahrer, mehr nicht.“

Bei mir sind jetzt die körperlichen und seelischen Gegebenheiten meine Beifahrer, mein Schatten. Sie gehören dazu, haben aber nicht die Oberhand.
Die meisten Frauen tragen ganz selbstverständlich BH, ich halt Thoraxbandage und Kompressionsstrumpf. Farbe aussuchen, anziehen, nich mehr drüber nach gedacht.

Viele Menschen, die ich kenne, gehen arbeiten, sind selbstständig – mein Job ist, wenn man so will, mein Ehrenamt und Engagement.

Noch viel wichtiger ist mir, meine Tage gut zu füllen mit schönen Kleinigkeiten, Erlebnissen, Ergebnissen, Begegnungen und so weiter.
Dazu gehören mein Ehrenamt, mein Blog hier, neues Wissen erlernen, mein Garten, Freunde, Reisen und vieles mehr.
Keine Last, mir macht das Spaß.

Zugegeben auch ich habe trübe Gedanken oder mal einen schlechten Tag, das kommt vor.
Aber ich gebe mir Mühe, diesen Tagen ihre Berechtigung zu geben, aber nicht übermäßig viel Raum.

Deswegen Rat von mir:

Gebt euren Tagen mehr Leben, mehr Freude, mehr Genuss.


Was morgen ist weiß keiner, also vertagt und verschiebt nicht so viel.


Das Leben ist schön, egal ob man gesund oder krank ist!

Achtsamkeitsmoment mit Anett – Blumen für dich

Warte nicht darauf, dass jemand dir Blumen schenkt.

Aktuell quellen die Gärtnerein über vor Blumen für Balkon und Garten. Es gibt Sommersträuße und du kannst auch in der Natur eigene Sträuße pflücken. Auch aussähen geht noch.

Was hindert dich also daran?

Platziere die Blumen dort, wo du sie gut sehen kannst oder wo du dich häufig aufhältst. Ja auch im Büro, wenn erlaubt!

Jedes Mal, wenn du sie siehst, erinnern sie dich daran, dass du dir selbst eine kleine Freude gemacht hast.

Miley Cyrus kauft sich schließlich im Song auch selbst Blumen …

Bis zum nächsten Achtsamkeitsmoment

Deine Anett