Sommer, Sonne, schwarze Höschen – ein Fotoevent für mehr Selbstliebe

Wenn sich Ende Juni an Krebs erkrankte Frauen in schwarzen Höschen für ein Fotoshooting im Umland von Brandenburg/Havel bereit machen, dann kann das nur das „Schön&Stark“ Fotoevent sein.

Franziska Günther lädt nun schon zum 5. Mal zu diesem tollen Event ein und ich durfte dieses Jahr zum dritten Mal mit dabei sein.

 

Das Ziel unseres Fotoevents war es ein neues Mutmacherfoto für das Projekt „schön & stark – Frauen mit Krebs“ zu erstellen, um damit allen Betroffen Kraft zu geben und sie darin zu bestärken sich selbst mehr zu lieben und anzunehmen, so wie sie sind. In diesem Jahr war es durch die kleine und begrenzte Teilnehmerzahl möglich, das alle miteinander ins Gespräch gekommen sind, neue und bekannte Gesichter wieder gesehen haben und gemeinsam eine kleine Meditation mit Lea von KrebsKokon zu machen.

Entstanden sind, wie immer bei Franziska, wundervolle Fotos, die an Krebs erkrankte Frauen voller Lebensfreude zeigen.

Frauen, die den Mut haben sich mit all ihren Narben und körperlichen Veränderungen zu zeigen.

Frauen, die ihren Körper akzeptieren und lieben so wie er ist.

Frauen, die das Leben lieben.

In diesem Jahr wurden wir nicht nur von Lea Gall für den Wohlfühlmoment begleitet, sondern auch von Susanne Wagner und Katja Waller geschminkt und von Ester von LaMesma mit Höschen ausgestattet.

Danke euch allen, denn ohne eure ehrenamtliche und endgeldlose Arbeit, wäre das alles nicht möglich gewesen.

 

Da wir gerade beim Geld sind ….

Das Fotoshooting war in diesem Jahr erstmals mit doch relativ hohem Eigenanteil verbunden, den sich nicht jede Frau leisten konnte. Auch Franziska und ihr Team haben +/- Null gearbeitet und hoffentlich nicht noch drauf zahlen müssen für Location, Catering und Co.

Wenn Ihr Franziska und ihr Fotoevent und auch ihre wundervollen Einzelshootings unterstützen wollt, dann spendet gern:

PayPal an schoenundstark@dfb-brandenburg.de


per Überweisung an den
Demokratischer Frauenbund, LV Brandenburg e.V.
Mittelbrandenburgische Sparkasse
IBAN: DE86 16050000 350 301 00 59
BIC: WELADED1PMB

Verwendungszweck: Zweckgebunden für das Projekt „Schön&stark Fotoevent“

Jeder Euro zählt!

 

Ihr könnt Franziska auch gern kontaktieren

Mail: schoenundstark@franziskaguentherfotografie.de

Und ihr auf ihren Instagram und/oder ihrer Website folgen.

Außerdem könnt ihr den „Lebe selbstvoll“ Podcast überall da wo es Podcasts gibt regelmäßig verfolgen und das Buch zum Projekt kaufen.

 

Kleiner Tipp, ab Januar 2024 kann man sich wieder für das Shooting anmelden. Sicher auch eine schöne Geschenkidee für eine betroffene Frau, der das Geld, aber nicht der Mut dazu fehlt.

Der Phönix und ich – Geschichte eines Bodypaintings

Zum Bodypainting bin ich ja ehrlich gesagt gekommen, wie die Jungfrau zum Kinde.

Marion hatte gefragt,ob ich mich dafür begeistern könnte und mich zur Landestagung 2022 der FSH Sachsen e.V. zeigen würde. Ich höre mich „aber klar, find ich cool“ sagen, während ich noch überlege ob das wohl ein guter Einstand in den Landesverband wäre.

Zu spät. Mein Mundwerk und mein Spontanität haben mal wieder ohne mich entschieden…

Also kontaktiere ich Silke Kirchhoff und los geht sie, die farbenfrohe Reise bis zum fertigen Bild.

Marion und Silke, ohne euch, hätte ich das nicht gemacht

Silke ist unsere Botschafterin und wird neben mir auch unsere Landesvorsitzende bemalen und verwandeln. Ihre verschiedenen Kunstwerke könnt ihr gern hier bewundern. Mit ihrer lockeren und zugänglichen Art, hat sie sofort das Eis gebrochen und meine Bedenken waren wir weg geblasen.

Zum Motiv kommt man nicht ganz so einfach.

Okay bei einer thematisch festgelegten Veranstaltung oder bei einem Wettbewerb, ist man eher „nur“ die Leinwand auf die Silke ihre Idee aufbringt. Wir beide sollten aber unsere Wünsche äußern. Welche Farben mögen wir? Welche Hobbys haben wir? Was zeichnet uns aus? Vielleicht unser Weg mit dem Krebs?

Ach herrjemine, was nehm ich denn da?

Zuerst war ich bei Blumen und Wald, dann bei helfen. Sagte mir alles nicht wirklich zu.

Irgendwann kam mir die Idee mit dem Phönix.

Der Phönix ist ein Fabelwesen, das die Kraft hat, sich selbst in Flammen aufgehen zu lassen und dann aus seiner eigenen Asche neu erwacht.

Na gut, Selbstentzündungskräfte habe ich ja nun nicht, will ich auch nicht haben. Obwohl ich ja für manches regelrecht brenne.

Aber das Ding mit der Asche und daraus wieder aufzuerstehen, das passt ja doch zu mir und den Erfahrungen der letzten Jahre.

Die alte Anett, mußte ab 2018 nach und nach gehen und sich zu einer neuen Anett entwickeln. Mit alten und neuen Zutaten oder mit alten verwandelten Zutaten.

Aus der Arzthelferin wurde die Ehrenamtliche in der Krebsselbsthilfe.

Aus der Freizeit Bloggerin, die Krebsbloggerin, Mutmacherin, Aufklärerin und inzwischen hier und da auch Speakerin.

Aus dem Kummerkasten für alle, wurde die Psychoonkologische Begleiterin.

Und nicht zuletzt aus der Interessierten an Natur und Entspannungsmethoden, wurde die Meditations- und Waldbaden Kursleiterin, und bald auch der Achtsamkeits Coach.

Aber aus der „Ich bin immer für alle da!“ Anett, wurde auch die, die gut wählt und sich nicht jeden Schuh der anderen anzieht und nicht mehr jede Aufgabe übernimmt.

Und leider wurde auch aus der Arzthelferin mit Leib und Seele, die Erwerbsminderungsrentnerin.

Wenn das nicht für einen Phönix reicht, dann weiß ich auch nicht.

Kurz und gut, habe ich Silke diese Geschichte erzählt und gemeinsam haben wir nach Phönixen gesucht, die uns zusagten. Letztendlich hatten wir eine Vorlage gefunden, an der sich Silke dann orientiert aber nicht kopiert hat. Jedes ihrer Kunstwerke ist ein Unikat!

„Und jetzt brauchst du noch eine Musik zu der du einlaufen und dich zeigen willst!“

„What??? Musik, einlaufen, präsentieren???“ ich dachte eigentlich, ich stell mich da hin wie ein Bild und alle können gucken.

Okay, wieder in den Suchmodus. Was läge näher als „Rice like a phönix“ von Conchita zu nehmen? Dafür war ich nicht bereit. Zu dramatisch, zu groß, zu langsam, aber sehr passend.

Geworden ist es dann „alles brennt“ von Johannes Oerding. Und es passt in der Tat, wenn ihr euch den Text mal zu Gemüte führt.

Silke und ich waren zufrieden, ein Werk, das alle begeistert hat.

Hier seht ihr mich mit Isolde

Und das sich auch weiter getragen hat.

Denn vor mir liesen sich Frauen aus der Plauener Gruppe bemalen, haben ihre Bilder zu einem Kalender gemacht. Man kann die Werke in der Vogtland Klinik Bad Elster bewundern.

Nach mir Frauen aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt. Aus letzterem ist eine Wanderausstellung geworden, die ihr an verschiedenen Standorten in Sachsen-Anhalt bewundern könnt.

➡ Die Ausstellung ist bis zum 31.12.2023 in der Asklepios Klinik Weißenfels im Ambulanten Onkologischen Zentrum (AOZ) der Klinik zu besichtigen, vorzugsweise ab 14 Uhr. Es wird um vorherige Anmeldungen über das AOZ – Tel. 03443-40-1217 gebeten.

Und Silke?

Silke ist natürlich weiterhin als Bodypainting Künstlerin unterwegs, du kannst sie für verschiedenste Anlässe buchen. Und auch wir zwei haben da schon die ein oder andere Idee im Kopf ….

Aber dazu später.

Eure Anett

Krebs und jetzt? – Das Leben ist schön

Bis jetzt ging alles gut.
Was uns trotzdem ständig begleitet:
Die Angst. Die Angst vor Metastasen, Rezidiv oder einem neuen Tumor.
Auch wenn alles gut ging. Vor jeder Nachsorge ist es meist da, dieses unsichere Gefühl.
Auch sonst ist Frau schneller verunsichert wenn etwas zwickt.
Da sind Sie dann, die Gedanken an einen Rückfall.
Ich bin ehrlich: diese Angst wird uns immer bleiben.
Was wir lernen können ist mit der Angst umzugehen. Wenn wir uns bewusst machen wie gefährlich Autofahren ist z. B. Täglich passieren Unfälle mit Todesfolge. Trotzdem steigen viele täglich ganz unbekümmert ins Auto. Wir schaffen es ganz gut die Angst vor einem schweren Unfall zu verdrängen.
Angst raubt viel an Lebensfreude.
Vor Angst übersieht man leicht die schönen Dinge im Leben.
Wie schön es ist wenn morgens der Kaffeeduft in die Nase weht, der Geruch frisch gebackener Semmeln. Das Duschwasser was sanft auf den Körper prasselt. Ein schöner Sonnenaufgang. Die ersten Blumen die Ihre Knospen öffnen…….
Kleine Momente die uns das Leben schön machen.
Je bewusster wir lernen diese Kleinigkeiten zu schätzen und zu beachten, je besser werden wir die Angst zurückdrängen.
Das Leben ist schön.
Keiner hat behauptet, es ist immer einfach.
Lasst uns versuchen jeden Tag so zu gestalten und zu leben, als gäbe es kein Morgen mehr. Denn niemand weiß wann der Zeitpunkt kommt wenn es kein Morgen mehr gibt.
Dazu gibt es auch ein schönes Gedicht:
Später .., wann ist das ?
Kaum hat der Tag begonnen und schon ist es sechs Uhr abends.
Kaum am Montag angekommen und es ist schon wieder Freitag.
… und der Monat ist vorbei.
… und das Jahr ist fast vorbei.
… und schon 30, 40, 50 Jahre unseres Lebens sind vergangen.
Man realisiert, wie viele Menschen wir schon verloren haben.
Eltern, andere Verwandte und viele Freunde und Bekannte. Ein Zurück gibt es nicht.
Also versuchen wir die Zeit zu genießen, die uns bleibt!
Lasst uns nicht aufhören Aktivitäten zu haben, die uns gefallen.
Lasst uns Farbe in unseren grauen Alltag bringen!
Lächeln wir über die kleinen Dinge des Lebens, die Balsam in unsere Herzen bringen.
Wir sollten die Zeit, die uns bleibt mit Gelassenheit und Zuversicht genießen.
Versuchen wir das Wort „später“ zu eliminieren.
Ich mache es später…
Ich sage später…
Ich denke später darüber nach…
Wir lassen alles für später.
Später ist es zu spät!
Denn was man nicht versteht ist:
Später ist der Kaffee kalt…
Später ändern sich die Prioritäten…
Später ist der Charme gebrochen…
Später geht die Gesundheit vorbei…
Später werden Eltern älter…
Später werden die Versprechen vergessen…
Später wird der Tag die Nacht…
Später endet das Leben…
Und danach ist es zu spät….
Also… lassen wir nichts für später…
Denn in der Zwischenzeit können wir die besten Momente verlieren.
Die besten Erfahrungen.
Die beste Familie.
Die besten Freunde.
Der Tag ist heute…♥️
der Moment ist Jetzt!
Eure Imke Neuber und Anett Kaczmarek