50 Jahre Frauenselbsthilfe Krebs

50 Jahre Frauenselbsthilfe Krebs

50 Jahre Erfahrung

50 Jahre Entwicklung

50 Jahre Engagement

50 Jahre so viel mehr als Stuhlkreis

 

Ich selbst bin seit 2020 aktiv tätig, erst im Forschungsprojekt NetzwerkstattKrebs, dann bei der Gründung des Netzwerk FSH Onliner 2022, das ich leite.

Ich arbeite im Landesverband Sachsen als Landeskassiererin, bin Teil des Social Media Teams und vertrete die Frauenselbsthilfe Krebs in Gremien, als CoForschende und bei Kongressen.

 

Ich bin stolz, Teil dieses Verbandes zu sein, der in seiner Hauptaufgabe Betroffene unterstützt, der aber auch im Hintergrund bei vielen wichtigen Dingen tätig ist und so bessere Versorgung von Betroffenen, bessere Behandlung und bessere Prävention in Zusammenarbeit mit dem Haus der Krebsselbsthilfe, mit Forschern, mit Politikern und vielen anderen gemeinsam erreicht hat.

 

Wenn Du uns unterstützen willst, werde Mitglied oder spende, denn das Gefühl nicht allein zu sein mit der eigenen Krebs Erkrankung macht so vieles leichter.

 

Danke

Wenn aus der Krise ein Weg wird

Heute vor sieben Jahren bei gleichen Temperaturen hab ich meine erste Chemo von insgesamt 16 bekommen.

Und nicht nur das, es folgten 3 OP‘s plus ein Herzkatheter, 28 Bestrahlungen, Entfernung der Eierstöcke, 5 Jahre Antihormontherapie, Kampf mit Behörden…

Wahnsinn wie die Zeit vergangen ist.
Wahnsinn was ich alles erlebt und geschafft habe.
Wahnsinn das mein Plan wieder zu arbeiten so nicht aufgegangen ist.

Aber wenn sich eine Türe schließt öffnet sich eine neue…..

Aus Arbeitsalltag wurde Ehrenamt, aus Hobby Kleingewerbe, aus Interesse eine Ausbildung mit Angeboten für euch.

Aus der Krise wurde ein Weg.

Weit weg vom geplanten, aber definitiv schön und lebenswert.

Wollte ich einfach mal loswerden und euch Danke sagen für Freundschaft, fürs Folgen, für Zusammenarbeit, ach einfach für was ihr steht. 💚

8 Jahre!

8 Jahre nach der Diagnose Brustkrebs.

8 Jahre Therapie, Nebenwirkungen und Spätfolgen.

8 Jahre nach der Diagnose Brustkrebs.

8 Jahre Therapie, Nebenwirkungen und Spätfolgen.

8 Jahre, in denen ich mich nicht nur mit meinem Körper, sondern auch mit Formularen, Anträgen und so manchem Ärger mit Ämtern auseinandersetzen musste.

Aber diese 8 Jahre sind so viel mehr als das.

Sie sind
8 Jahre Leben.
8 Jahre Liebe.

8 Jahre voller neuer Wege, neuer Perspektiven und Aufgaben, die ich mir früher nie hätte vorstellen können.

8 Jahre, in denen ich gewachsen bin – manchmal gezwungenermaßen, aber oft auch aus eigener Kraft.

Ich habe gelernt, was wirklich zählt.
Ich habe gelernt, auf mich zu hören.
Und ich habe erlebt, wie viel Stärke in mir steckt – selbst an Tagen, an denen ich dachte, ich hätte keine mehr.

Heute blicke ich zurück – nicht nur auf das, was schwer war, sondern vor allem auf das, was mich getragen hat:
Menschen, die an meiner Seite waren.
Momente, die mich haben lächeln lassen.

Und die Möglichkeit, etwas zurückzugeben – im Ehrenamt, im Miteinander, im Leben.

8 Jahre. Nicht nur überstanden.Sondern gelebt.

Cancer Survivors Week Tag 2

Langzeitüberleben Alltag

Langzeitüberleben bedeutet oft, dass einige Therapien weitergeführt werden müssen.

Ich zum Beispiel muss wegen meines Lymphoedems zweimal wöchentlich zur Lymphdrainage bei meiner lieben Manuela Sanne.
Es bedeutet bei mir Kompressionsversorgung tragen und Selbstmanagement und das ein Leben lang.

Einige müssen weiterhin Medikamente nehmen, um den Therapieerfolg zu erhalten, um Nebenwirkungen oder Spätfolgen zu mindern.
Auch das gehört zum Langzeitüberleben.

Krebs spielt zum Glück nicht täglich die große Rolle, aber manchmal gibt er sich einen Auftritt auf großer Bühne – Rezidiv Angst, Angst vor Neuerkrankung, alte Gefühle kommen wieder hoch, wenn die Nachsorge ansteht.
Auch das ist Langzeitüberleben.

Aber Langzeitüberleben ist vor allem, das Leben leben, das Leben lieben, die kleinen Dinge wertzuschätzen und in meinem Fall Erfahrungen und Wissen weitergeben.

Das heutige Video findest du hier:

https://youtu.be/jsegz-6QdI0?is=ZrDikxFu979sCbu6

Start der Cancer Survivors Week

Leben und oft auch Überleben mit Krebs, ein Randthema.

Wenn die Therapie beendet ist und du in die Nachsorge geschickt wirst, spuckt dich das Hamsterrad aus Arztterminen und Co einfach aus und du musst auf eigenen Beinen stehen.

Ob dich deine Beine tragen, erfährst du nur im Selbstversuch.

Wie es weitergeht – das große Rätselraten.

Dein Umfeld wünscht sich den Menschen von vor der Diagnose zurück, der Chef womöglich genau wieder diese Leistung.

Und du?

Musst dich sortieren, neu entdecken, neu ausrichten, manches auch hinter dir lassen.
Oft auch mit finanziellen Problemen kämpfen.

Das sind Themen der Cancer Survivors Week.

Wir Krebsinfluencer wollen zeigen, wie es ist, das Leben danach.
Das eben nicht alles wieder gut und wie vorher ist, dass sich für manches alles komplett ändert.

Für mehr Sichtbarkeit, für mehr Akteptanz und vor allem für Betroffene.

Mein Video dazu, findest du auf YouTube:

https://youtu.be/1DG44hKR0IU?is=VWDlE10vYElH9zAr

Pink Walk 2026 – Gemeinsam Schritte sammeln für mehr Brustkrebs‑Awareness

Vom 1. bis zum 31. Mai 2026 findet bereits zum vierten Mal der Pink Walk statt – und auch in diesem Jahr heißt es wieder: Bewegung zeigen, Zeichen setzen und gemeinsam aktiv sein.

Der Pink Walk lädt jedes Jahr im Mai dazu ein, täglich 10.000 Schritte zu gehen. Im Mittelpunkt steht dabei die pinkfarbene Schleife, das weltweite Symbol für Brustkrebsaufmerksamkeit, sowie unsere eigene Gesundheit. Denn inzwischen ist wissenschaftlich belegt: Regelmäßige Bewegung kann das Brustkrebsrisiko deutlich senken.

Gemeinsam laufen – gemeinsam stark sein

Mit dem Pink Walk möchten wir nicht nur auf die Bedeutung der Brustkrebs‑Früherkennung aufmerksam machen, sondern auch zeigen, wie wichtig Bewegung im Alltag ist. Ganz bewusst erstreckt sich die Challenge über einen ganzen Monat – denn wer sich erst einmal an tägliche Bewegung gewöhnt hat, integriert sie viel leichter dauerhaft ins Leben.

Mach mit FreundInnen, KollegInnen oder der Familie mit, motiviert euch gegenseitig und erlebt, wie viel Spaß gemeinsame Ziele machen können.

Unterstützen – auch ohne selbst zu laufen

Du möchtest die Initiative unterstützen, kannst aber selbst nicht aktiv am Pink Walk teilnehmen? Kein Problem!
Du kannst ganz einfach TeilnehmerInnen beim Schrittegehen unterstützen, indem du einen Betrag pro gelaufene Kilometer spendest. So motivierst du nicht nur die LäuferInnen, sondern setzt gleichzeitig ein wichtiges Zeichen für Brustkrebs‑Awareness und Prävention.

Ich laufe im Team FSH

In diesem Jahr sind wir als Team FSH dabei – und freuen uns über jede einzelne Person, die mitmacht.
Egal ob Mitglied, SympathisantIn oder ohne direkte Verbindung zur FSH: Jede und jeder ist herzlich willkommen.

Denn je mehr wir sind, desto stärker ist unser Zeichen.

👉 Lade gerne FreundInnen, Familie, KollegInnen oder Bekannte ein und werde Teil unseres Teams.
Hier geht es zur Gruppe beim Pink Walk 2026:
🔗 https://www.pink-walk.de/join/FrauenselbsthilfeKrebs

Lass uns gemeinsam gehen – für unsere Gesundheit und für mehr Aufmerksamkeit.

Wenn die Welt schwerer wird – und das Herz mit


Die letzten Wochen waren anstrengend. Nicht laut, nicht spektakulär. Sondern dieses stille, innere Anstrengend, das sich in die Knochen setzt.
Zwei Todesfälle im näheren Umfeld. Nachrichten, dass liebe Menschen ihren letzten Weg antreten – ins Hospiz, in die Palliativbetreuung. Worte, die man liest und die sofort tiefer sinken, als man es zugeben möchte.

Es berührt mich in vielen Schichten. Seelisch. Herzmäßig.

Und ja – es macht mir auch Angst.

Ich bin im achten Jahr nach der Diagnose, im siebten Jahr krebsfrei.
Und gerade in solchen Momenten frage ich mich:

Werde ich weiterhin von Schutzengeln begleitet?
Von guten Mächten, die mich tragen?

Oder ist das alles nur eine fragile Illusion, die jederzeit reißen kann?

Mein Körper antwortet schneller als mein Kopf. Madame Fatigue packt das große Besteck aus: Müdigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Schwindel. Als würde mein System sagen: „Das ist zu viel. Zu nah. Zu vertraut.“

Und natürlich könnte ich es mir leichter machen. Ich müsste ja „nur“ mein Ehrenamt niederlegen. Die Krebsaccounts aus meinem Feed werfen. Mich aus der Krebsbubble verabschieden. Abstand schaffen. Türen schließen.

Aber will ich das?

Ich glaube nicht.

Denn ich sehe es als meine Aufgabe, Mut zu machen. Aufzuklären. Geschichten zu erzählen, die sonst im Stillen verhallen würden. Menschen zu begleiten, die gerade durch ihre dunkelsten Stunden gehen. Ihnen eine Stimme zu geben, wenn sie selbst keine Kraft mehr haben.

Und wenn das Opfer dafür meine Fatigue ist – dann bringe ich es. Nicht leichtfertig. Nicht heroisch. Sondern bewusst.

Weil es eben nicht „nur“ Brustkrebs ist. Weil es eben nicht wieder „alles gut“ ist, sobald die Therapie endet. Weil die Nachsorgejahre nicht einfach ein Bonuslevel sind, sondern ein eigenes Terrain – voller Fragen, Trigger, Schatten und gleichzeitig voller neuer Klarheit.

Ich schreibe das nicht, um Mitleid zu bekommen. Sondern um sichtbar zu machen, was oft unsichtbar bleibt. Um zu sagen: Auch Jahre später kann die Angst noch leise mitgehen. Auch Jahre später kann der Körper reagieren, wenn das Leben uns an unsere Verletzlichkeit erinnert.

Aber ich schreibe es auch, weil ich weiß: In all dem liegt eine Form von Stärke. Eine, die nicht laut ist.
Eine, die nicht glänzt.

Eine, die sich zeigt, wenn wir trotz Müdigkeit weitergeben, was uns selbst einmal gefehlt hat.

Vielleicht ist das mein Weg. Vielleicht ist das meine Art, Sinn zu finden in all dem, was war.

Und vielleicht ist es genau das, was mich – trotz allem – weitergehen lässt.


Selbsthilfe in der Rehaklinik – warum wir regelmäßig vor Ort sind


Mehrmals im Jahr fahre ich in die Vogtlandklinik Bad Elster, um dort die Möglichkeiten der Selbsthilfe vorzustellen.
Meine Kollegin Marion ist sogar monatlich mit einem Infostand vor Ort. Viele fragen uns:

Warum macht ihr das eigentlich?
Die Antwort ist einfach – und gleichzeitig tief berührend.

🌿 Wenn der Körper zur Ruhe kommt, spricht die Seele lauter

Nach der Akuttherapie beginnt für viele Betroffene in der Reha eine ganz neue Phase. Der medizinische Druck lässt nach, Termine werden weniger, der Alltag rückt in die Ferne. Plötzlich ist Raum da – Raum zum Nachdenken, zum Fühlen, zum Verarbeiten.

Und genau in diesem Moment spüren viele:
Der Austausch mit Menschen, die Ähnliches erlebt haben, tut gut.
Er entlastet, verbindet, stärkt.
Doch wo findet man diese Menschen?

🤝 Hier setzt Selbsthilfe an

Die Frauenselbsthilfe Krebs – und natürlich die vielen anderen Selbsthilfeorganisationen – bieten eine Fülle an Gruppen, Angeboten und Begegnungsmöglichkeiten. Für fast jede Lebenssituation gibt es passende Unterstützung.

Denn wenn der Alltag zurückkehrt, tauchen Fragen auf, die in keinem Arztgespräch vorkommen.
Momente, auf die einen kein Lehrbuch vorbereitet.

Gefühle, die nur jemand versteht, der sie selbst erlebt hat.

DU BIST NICHT ALLEIN.

Und genau das spürt man in der Selbsthilfe.

🌸 Warum der Zugang oft erst später gelingt?

Natürlich wäre es ideal, schon mit der Diagnose den Weg in die Selbsthilfe zu finden. Viele Kliniken geben ihren Patientinnen und Patienten heute bereits umfangreiches Material mit.

Doch Hand aufs Herz:
Im Strudel aus Terminen, Diagnostik, Therapie und der schlichten Tatsache „Ich habe Krebs“ bleibt dafür oft kein Raum.
Auch ich selbst habe das damals erst einmal zur Seite geschoben.

Erst während und nach meiner Reha wurde ich offen dafür. Ich habe bewusst nach Angeboten gesucht – und gefunden, was mir gefehlt hatte: Gemeinschaft, Verständnis, Mut.

🌼 Deshalb sind wir in den Kliniken präsent

Mit unseren regelmäßigen Terminen möchten wir zeigen:

  • Selbsthilfe ist nicht altbacken.
  • Selbsthilfe ist lebendig, unterstützend und wohltuend.
  • Selbsthilfe zeigt Wege auf – zurück ins Leben, das weitergeht.
    Vielleicht anders als vorher, aber dennoch voller Möglichkeiten.

Wir möchten Mut machen, Türen öffnen und zeigen:
Es gibt Menschen, die dich verstehen. Es gibt Wege, die du nicht allein gehen musst.

Melde dich gern bei mir, wenn du Fragen hast.


Und jährlich grüßt das Murmeltier

Kontrolluntersuchung – Nachsorge

Einmal im Jahr ist es wieder soweit: Ultraschallkontrolle Brust und Brustkorb!

Für die Ärztinnen und Ärzte reine Routine.
Für mich Ausnahmezustand!

Selbe Abteilung.
Selbe Stühle.
Dasselbe Untersuchungszimmer.
Und immer wieder derselbe Satz: „Da wird alles okay sein.“

Im Juni 2018 war es das nicht.
Mein Bauchgefühl wusste es.
Meine eigenen Hände wussten es.
Nur mein Kopf wollte es nicht wahrhaben.

Seitdem sitze ich jedes Jahr wieder hier.
Für viele ist es eine einfache Kontrolle.
Für uns Krebspatienten ist es ein Flashback – ein Strudel aus Angst, Hoffnung, guten Wünschen und der Möglichkeit, erneut auf hart dem Boden der Realität zu landen.

Alles ist vertraut und trotzdem voller Unbehagen.
Ich bin froh, wenn ich endlich dran bin.
Froh, wenn ich mit einem stabilen, tumorfreien Befund nach Hause gehen darf.

Und doch bleibt da dieses Wissen:
Er könnte jederzeit zurückkommen, der olle Horst mit seinem Gefolge.

Kopfkino at its best.

Auch dieses Jahr wieder Glück gehabt.
Alles unverändert – und das im 7. Jahr.


Ich bin einfach nur unendlich dankbar.

Talk about Cancer Day

Heute ist Talk about Cancer Day!

Seit meiner Brustkrebs Diagnose im Juni 2018 tue ich auf meinem Blog, in Social Media, im Privatleben und in der Frauenselbsthilfe Krebs nichts anderes.

ICH REDE ÜBER KREBS!

Mag den ein oder anderen nerven, manche finden es auch befremdlich, einige meinen auch „Hey, nun hör doch mal auf, du hast keinen Krebs mehr!“

ICH MACHE WEITER!

Es gibt noch immer zu viele Tabus.
Zu viele Betroffene, die allein im Regen stehen.
Zu viel Unwissen über das Leben nach dem Krebs.

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